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Fußball: Regionalliga

„Nicht wie erhofft und vorgestellt“: Ex-Preuße Klann mit Neustart in Ahlen

Ahlen

Von der Hammer Straße in Münster fand er über die Poststraße in Verl den Weg an die August-Kirchner-Straße in Ahlen. Dort macht Dominik Klann seit wenigen Tagen Station. Bei den Rot-Weißen sieht sich der 23-Jährige dabei mit einer besonderen Rolle betraut.

Von Henning Hoheisel

Stabilisator im Mittelfeld: Für diese Rolle hat Rot-Weiß Ahlen Dominik Klann (Mitte) vom SC Verl ausgeliehen. Dort kam der 23-Jährige in der Hinserie nur zu fünf Einsätzen in Liga drei. Foto: Wegener

Bis dato ist er der einzige Neuzugang in diesem Winter – und damit automatisch einer der großen Hoffnungsträger für die knifflige Mission Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga. Dominik Klann wurde vom SC Verl ausgeliehen, um dem Mittelfeld von Rot-Weiß wichtige Stabilität zu verleihen. Und ganz nebenbei will er seine persönliche Entwicklung wieder ankurbeln.

Denn die geriet zuletzt in Liga drei etwas ins Stocken. Lediglich zu fünf Einsätzen kam Klann in der Hinserie für Verl. Eine Bilanz, mit der kein Spieler dieser Welt glücklich wäre – jedenfalls dann nicht, wenn er die Ambition hat, auf diesem Level zu kicken. „Die Spielzeiten waren natürlich nicht so, wie ich mir das vorgestellt und erhofft hatte“, sagt der defensive Mittelfeldspieler, der vor der Saison von Preußen Münster an die Poststraße gewechselt war.

Trainer Golombek knüpfte den ersten Kontakt

Ahlens Trainer Andreas Golombek hatte die Lage von Klann auf dem Schirm und machte kurz vor Weihnachten den ersten, vorsichtigen Annäherungsversuch. „Ich habe dann ein paar Tage darüber nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass das für mich und meine Entwicklung der richtige Schritt ist“, sagt der rot-weiße Neuzugang, der in Münster lebt und dort Sport und Deutsch auf Lehramt studiert. Fußball steht bei ihm zwar momentan an erster Stelle, doch ein zweites Standbein kann ja nicht schaden.

Dominik Klann

Bei Rot-Weiß will Dominik Klann also in erster Linie wieder regelmäßig über die volle Distanz auf dem Feld stehen. „Man kann nur etwas lernen, wenn man in den Spielen gefordert ist“, sagt der 23-Jährige, der zu großen Teilen im Nachwuchs des FC Schalke ausgebildet wurde. Und gefordert sein wird er in Ahlen in der Rückserie, so viel steht fest. RWA überwintert auch deshalb auf einem Abstiegsplatz, weil in der Hinrunde zu oft die Balance nicht stimmte, es zu viele Gegentreffer setzte. Hier kommt ab jetzt Dominik Klann ins Spiel.

„Ich spiele sehr strukturiert und versuche immer da zu sein, wo ich gebraucht werde. Ich hoffe, dem Team als ordnende Instanz helfen zu können“, antwortet Klann auf die Frage nach seinen Stärken. Qualitäten, die über kurz oder lang wieder eine Etage höher führen sollen. Die Ausleihe läuft zunächst bis zum Saisonende, nach jetzigem Stand kehrt er dann zu Verl zurück.

Klann sieht Qualität im Team und glaubt an den Ligaerhalt

Doch Dominik Klann weiß, dass im Fußball nicht immer alles nach Plan verläuft. Und so konzentriert er sich nun voll und ganz auf das, was er selbst beeinflussen kann: die Mission Klassenerhalt mit Rot-Weiß Ahlen. „Die Qualität dafür haben wir, das sehe ich jeden Tag im Training. Wenn wir alle daran glauben und hart arbeiten, werden wir das Ziel erreichen.“ Sein neuer Trainer wird ihn für diese Sätze lieben.

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