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Fußball: Regionalliga

RW Ahlen bekommt drei Gegentore, der Trainer hat aber trotzdem Spaß

Ahlen

Das Ergebnis spricht Bände: Rot-Weiß Ahlen hat gegen die Spielvereinigung Vreden fünf Tore markiert – aber sich auch drei gefangen. Trainer Andreas Zimmermann hatte in jedem Fall Spaß. Und Sportvorstand Joachim Krug kündigte weitere Transfers an.

Von Henning Hoheisel

Wiedersehen macht Freude: Romario Wiesweg (l.), in diesem Sommer von Rot-Weiß zur Spielvereinigung Vreden gewechselt, im Kopfballduell mit Ahlens Innenverteidiger Kevin Kahlert. Foto: WegenerWegener

Da grinst der Trainer frech. „Ich habe vor dem Spiel zu den Jungs gesagt: ,Ich will Spaß haben!‘ Und den hatte ich!“ Was Andreas Zimmermann nach dem schweißtreibenden 5:3 von RW Ahlen gegen die Spielvereinigung Vreden zunächst verschweigt, ist: Am Morgen vor dem Test gegen den starken Oberligisten hatte er sein Team bereits zum Training gebeten.

„Da kennt der Trainer kein Pardon“, fand es auch Sportvorstand Joachim Krug amüsant, dass Zimmermann sein Programm auch bei hochsommerlichen Temperaturen knallhart durchzog. Immerhin war für die strapazierten Spieler wenigstens die Perspektive erheiternd: „Den freien Sonntag haben sich die Spieler jetzt absolut verdient“, sagte der rot-weiße Trainer.

Das Resultat im zweiten Test der Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison gegen den forschen Oberligisten Vreden war symptomatisch für den Ahlener Auftritt neben dem Werse-stadion. Fünf Tore geschossen – das spricht für eine gelungene Darbietung in der Offensive. Drei Gegentreffer kassiert – das war dann doch des Schlechten zu viel, zeigte aber eben auch auf, wo es bei RWA derzeit noch hakt. „Das hat mir natürlich auch nicht gefallen. Beim Umschalten auf die Defensive waren wir insgesamt zu nachlässig, da hat das Feintuning noch gefehlt“, befand Trainer Zimmermann.

Dej vom Fleck weg überzeugend

Allerdings: Bis zum ersten Spieltag am 23. Juli wird sich das Gesicht der Mannschaft noch verändern. Zwar mischten am Samstag mit Jannik Borgmann (der jedoch kurz vor der Hälfte angeschlagen ausgewechselt werden musste), Christian Skoda, Hüseyin Bulut, André Dej und später noch Cihan Özkara bereits fünf Neuzugänge munter mit, trotzdem hat Rot-Weiß weiterhin Bedarf. „Wir müssen uns noch in der Breite und auf verschiedenen Positionen verstärken. Stand jetzt umfasst der Kader 19 Spieler, 23 bis 24 sollen es werden“, kündigte Krug weitere Transfers an.

Die Neuen, die bereits da sind, machten am Samstag eine gute Figur. Allen voran Dej, der im Mittelfeld schon die Strippen zog. Stark aber auch Stürmer Özkara: Als er zur zweiten Halbzeit kam, hatte Ahlen direkt eine andere Präsenz im Strafraum. Dass er sich direkt mit einem Doppelschlag zum 3:2 (47./48.) einfügte, war bezeichnend.

Zuvor hatte Hüseyin Bulut in der elften Minute das 1:0 erzielt. Daraufhin leistete sich RWA jedoch zwei Unaufmerksamkeiten, die Luis Frieling mit dem 1:1 (20.) und 1:2 (25.) bestrafte. Später trafen noch Gianluca Marzullo (62.) sowie Hakan Sezer (77.) per Elfmeter. Zwischendurch fiel das 4:3 durch Ibrahim Kouyate. Auch hier sah die Verteidigung nicht ganz gut aus.

RWA: Velichkov – Marino, Kahlert, Borgmann (45. Twardzik), Zuhs – Gueye (46. Özkara), Skoda, Dej – Sezer, Marzullo (66. Osmani), Bulut (66. Pihl)

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