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Fußball-Regionalliga: RW Ahlen

Ein Duell mit der alten Liebe in Oberhausen

Ahlen

Für Trainer Andreas Zimmermann und Kapitän Orhan Özkara dürfte es wie ein zufälliges Treffen mit der Ex sein, wenn RW Ahlen sich am Samstag bei RW Oberhausen vorstellt. Für gut 90 Minuten werden alte Freundschaften ruhen, geht es doch um wichtige Regionalliga-Punkte. „Quatsch machen können wir dann wieder nach dem Schlusspfiff“, so der RWA-Übungsleiter.

Von Uwe Gehrmann

Orhan Özkara wirkt nicht glücklich. Mit RW Ahlen kehrt der Kapitän nun zurück zu seinem früheren Verein RW Oberhausen. Foto: Wegener

Man kennt sich, man mag sich, man hatte eine gute Zeit. Es ist wie ein zufälliges Treffen mit der Ex: Irgendwie schön, dass man sich sieht, nette Erinnerungen werden ausgetauscht, aber klar ist auch: Es ist vorbei, nun ist ein anderes Leben.

„Ich verstehe mich super mit vielen Menschen, die bei RW Oberhausen arbeiten“, denkt Andreas Zimmermann etwa an RWO-Co-Trainer Dirk Langerbein, mit dem er in Ahlen in die Zweite Liga aufgestiegen ist.

Oder Orhan Özkara. RW Ahlens Kapitän freut sich wie Bolle auf das Wiedersehen am Samstag im Stadion Niederrhein, auch mit seinem früheren Trainer Mike Terranova, der von Özkara immer noch schwärmt: „Wenn der ins Laufen kommt, ist er einer der besten Stürmer der Liga.“ Freut ihn. Einen Bonus gibt es deshalb – bei aller alten Liebe – allerdings nicht. „Da ist immer was los, wenn Ahlen und Oberhausen spielen. Auch, weil man noch viele Freundschaften hat. Aber wir gewinnen das Ding“, macht Özkara klar, wem jetzt sein Herz gehört.

„Es ist umso schöner, wenn man nach einem leichten Tief wieder in die Spur kommt“, fügt der 31-Jährige an und denkt an die fünf Punkte, die zuletzt aufs Ahlener Konto gewandert sind. „Das zeigt unsere Teamstärke und das familiäre Verhältnis, das wir in der Mannschaft haben.“

Und so eine Familie gibt man doch nicht für seine Ehemalige auf. „Nee“, sagt Andreas Zimmermann, der zwei Jahre bis 2016 Trainer in Oberhausen war, ehe ihn Terranova beerbte, „im Spiel gibt es keine Freundschaften. Quatsch machen können wir dann wieder nach Schlusspfiff.“

Dafür, dass den Rotweißen in Oberhausen dann auch noch der Sinn nach Spaß steht, darf es wenigstens keine Niederlage geben. Der Grat des Absturzes ins Kellergewölbe ist einfach zu schmal. Ob es gut ist für Ahlen, wenn Oberhausens Top-Torjäger Sven Kreyer (10 Treffer) tatsächlich wegen Zahnweh ausfällt, ist nicht sicher. „Wir müssen auch schauen, ob Propheter dabei ist und wo Öztürk spielt“, blickt Zimmermann zudem auf die starken Leute in der Abwehr und im Mittelfeld.

Immerhin hat Ahlens Außenverteidiger Mordecai Zuhs wieder mit der Mannschaft trainiert, so dass bis auf Leonardo Marino alle dabei sind, wenn man auf seinen Lieblingsgegner trifft.

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