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Fußball: Kreisliga A

Ein Gewinn für beide Seiten: Welp kehrt nach Ennigerloh zurück

Ennigerloh

Prominente Verstärkung im Abstiegskampf der Kreisliga: Der frühere Profi Jürgen Welp verstärkt den SuS Ennigerloh mit Beginn der Vorbereitung auf die Rückserie als Torwarttrainer. Was für beide Seiten ein Gewinn sein soll.

Von Henning Hoheisel

Kennen sich schon: Ennigerlohs Torwart Marvin Allmendinger (l.) und Ex-Profi Jürgen Welp. Foto: Moser

Prominente Verstärkung im Abstiegskampf der Kreisliga: Der frühere Profi Jürgen Welp verstärkt den SuS Ennigerloh mit Beginn der Vorbereitung auf die Rückserie als Torwarttrainer. Was für beide Seiten ein Gewinn sein soll.

„Das Training mit Torhütern macht mir ja nach wie vor viel Spaß“, sagt der 63-jährige Welp, der während seiner aktiven Zeit unter anderem das Schalker Tor hütete. In hiesigen Breitengraden ist sein Name untrennbar mit dem Sensationssieg der Beckumer SV im DFB-Pokal gegen Köln anno 1995 verbunden, als Welp im Elfmeterschießen einen Schuss parierte und anschließend auf Händen durch die Römerkampfbahn getragen wurde.

Rückkehr an den Stavernbusch

Nun also die Rückkehr an den Stavernbusch, wo er von 2014 bis 2015 bereits als Cheftrainer tätig war. Mit dem Auftakt zur Vorbereitung auf die Rückrunde am 10. Januar wird der Hammer Jürgen Welp das Trainerteam um Martin Hanskötter und Ajdin Ajdini ergänzen und die Torhüter unter seine Fittiche nehmen. „Dann lerne ich auch endlich die ganze Mannschaft kennen“, kann es Welp kaum abwarten, auf den Rasen zurückzukehren.

Denn dort war der Ex-Profi seit seinem Abschied vom SV Stockum im September 2021 nur noch selten. „Es hat seitdem zwar schon einige Anfragen gegeben, aber ich habe immer abgelehnt“, sagt Welp, der hauptberuflich als Schwimmbad-Techniker tätig ist. Eine Branche, die spätestens im ersten Corona-Sommer einen Boom erlebt hat, weil sich immer mehr Leute einen Pool in den Garten bauen ließen. „Deshalb bin ich beruflich schon sehr stark eingespannt. Wenn ich als Cheftrainer tätig bin, will ich das aber zu 100 Prozent machen“, betont der 63-jährige Welp. Beim SuS Ennigerloh, wohin der Kontakt seit seinem Abschied nie abgerissen ist, bot sich ihm nun eine reizvolle Kompromisslösung: Er kann wieder seinem liebsten Hobby nachgehen, trägt aber nicht die Hauptverantwortung. „Ich muss nicht ständig da sein und kann mir die Zeit etwas besser einteilen“, sagt Welp.

Welp und Allmendinger kennen sich schon

Von dessen Erfahrungsschatz soll von nun an vor allem Ennigerlohs Stammtorhüter Marvin Allmendinger profitieren. Er und Jürgen Welp kennen sich bereits seit gemeinsamen Tagen bei der A-Jugend der Hammer SV. „Ein guter Torwart, aber er kann noch stärker werden“, will Welp noch ein paar Prozentpunkte aus SuS-Schnapper Allmendinger herauskitzeln. „Mit gezieltem Torwarttraining wird er hoffentlich noch sicherer und für das Team ein noch größerer Rückhalt im Abstiegskampf“, betont Welp. Er weiß: Steht ein Team unten drin, wird einem Torhüter eher selten langweilig. Aber gerade das kann auch mächtig Spaß machen.+

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