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Fußball: Westfalenpokal

Elfer-Aus für RW Ahlen: Unlust, Trägheit oder Arroganz?

Ahlen

RW Ahlen ist in der zweiten Runde des Westfalenpokals bereits ausgeschieden. Beim Westfalenligisten Spvgg. Erkenschwick verlor das Team von Trainer Andreas Zimmermann nach Elfmeterschießen.

Jannik Borgmann (Hinten) und RW Ahlen mussten sich aus dem Westfalenpokal verabschieden. Foto: Marc Kreiselmart

Was kriegt man, wenn man Trägheit und Unlust mischt? Genau, eins hinter die Löffel, und das hätte Trainer Andreas Zimmermann hingebungsvoller tun sollen, als seine Jungs Fußball spielten.

Denn so scheidet RW Ahlen mit einer peinlich-arroganten Leistung in der zweiten Runde des Westfalenpokals bei der SpVgg Erkenschwick aus. Und dann auch noch im Elfmeterschießen, zu dem man gleich hätte springen können. Einfach, um sich so die vorangegangenen blutleeren und inspirations- sowie torlosen ersten 90 Minuten sparen zu können.

Schließlich war es Reithmeir, der verschoss, nachdem Twardzik, Holldack und Dej noch bis zum 3:3 mithalten konnten. Der beste Mann im Spiel, Stefan Oerterer, schließlich kippte den Favoriten mit seinem 5:3 endgültig früh aus dem Pokal.

Völlig verdient. Auch, wenn Ahlen ohne Özkara, Bulut und Sezer der komplett erste Sturm gefehlt hatte, sollte die zweite Reihe einen Westfalenligisten abkochen können. Aber auch Marzullo, Holldack und ein Kaiser in der Spitze ließen sich gegen die tief stehenden Gastgeber nichts einfallen. Und so erwies sich der Erkenschwicker Stimberg als zu steil für RW Ahlen, das in der ersten Hälfte mit viel, viel gutem Willen gerade mal zwei geblockte Schüsse von Skoda und Reithmeir und einem am Ball vorbeirutschendem Kaiser vielleicht so etwa drei Halbchancen hatte.

Dass die Gastgeber währenddessen noch weniger in Erscheinung traten, dafür aber wie Bob der Baumeister Mauern zogen, sei ihnen zugestanden. Ein Favorit, der so was nicht umreißen kann, hat im Pokal eh nichts zu suchen.

Erkenschwick roch die Schwäche der Ahlener, legte spätestens nach 50 Minuten zu und hätte den Regionalligisten eigentlich schon in der regulären Zeit schlagen müssen. Aber Pech und der Unparteiische hatten was dagegen, der Erkenschwick dreimal in aussichtsreicher Position zurückpfiff.

Sonst war es Brüseke im Tor, der zweimal gegen Oerterer parierte (63./ 74.) und seine Vorderleute so im grausamen Spiel hielt. Trainer Zimmermann brachte noch Gencoglu für Kaiser und Twardzik für Skoda, um Bewegung in die Flaute zu bekommen, er hätte ebenso gegen den Wind pusten können. Damit gehen den Ahlenern zudem einige Tausend Euro flöten, denn in Runde drei hätte wahrscheinlich Preußen Münster gewartet, das am 7. September gegen Wattenscheid spielt. Vielleicht gut, dass es nicht dazu kommt.

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