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Fußball: Bernd Kruse verstorben

„Er hinterlässt eine ganz große Lücke im Kreis Beckum“

Ahlen

Der Fußballkreis Beckum trauert um Bernd Kruse. Der langjährige Kreisschiedsrichterausschuss-Vorsitzende ist am Sonntag verstorben. Mehr als 50 Jahre war Kruse Unparteiischer. Sein Weg führte ihn bis in den Profifußball. Auch abseits des Platzes war Kruse beliebt. Ein Weggefährte nennt ihn gar einen Bruder.

Cedric Gebhardt

Mehr als 50 Jahre seines Lebens widmete Bernd Kruse seiner Leidenschaft – der Schiedsrichterei. Foto: Marc Kreisel

Am Sonntag ist Bernd Kruse im Alter von 67 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.

„Ein großes Fußballherz hat aufgehört zu schlagen. Bernd hinterlässt eine ganz große Lücke im Fußballkreis Beckum“, sagt Manfred Mielczarek, Ehrenvorsitzender und langjähriger Weggefährte Kruses. Beide verband nicht nur eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, sondern auch eine jahrzehntelange Freundschaft. „Bernd und ich waren wie Brüder“, sagt Mielczarek.

Länderspiele die Höhepunkte

Am 10. Mai 1954 in Beckum geboren, tritt Kruse als Achtjähriger der Beckumer Spielvereinigung bei, der er bis 1978 und dann wieder ab 2005 angehören wird. Zwischenzeitlich zieht es ihn zu Blau-Weiß Sünninghausen (1982 bis 2000) und zum 1. FC Tönnishäuschen (2000-2005). Mit 16 Jahren widmet sich Kruse bereits der Schiedsrichterei. Schritt für Schritt erklimmt er als Unparteiischer die Karriereleiter.

Von 1982 bis 1985 ist er Linienrichter, von 1985 bis 1989 Schiedsrichter in der 1. und 2. Bundesliga. Zu seinen persönlichen Höhepunkten zählen Einsätze als Linienrichter im November 1985 beim Europapokal-Spiel zwischen dem KSV Wagerem und dem AC Mailand sowie im Juni 1987 bei der EM-Qualifikation zwischen Schweden und Italien und im Juni 1988 beim Halbfinale der U21-EM zwischen den Niederlanden und Griechenland.

„Viel für den Sport geleistet“

Parallel dazu engagiert sich Bernd Kruse auch im Fußballkreis. Von 1979 bis 1981 ist er Beisitzer des Kreisschiedsrichterausschusses (KSA). Ab 1981 gibt er zehn Jahre lang sein Wissen und seine Erfahrung als Kreisschiedsrichterlehrwart als andere Referees weiter. 1991 übernimmt er zunächst kommissarisch, ab 1992 dann dauerhaft den Vorsitz des Kreisschiedsrichterausschusses. Von 1989 bis 2007 ist er zunächst unter Friedrich-Horst Strehle und danach von 2007 bis 2019 unter Manfred Mielczarek stellvertretender Kreisvorsitzender. Von 2007 an ist er überdies Teil des Arbeitskreises DFB net und kümmert sich federführend um die Einführung des elektronischen Spielberichts im Fußballkreis Beckum.

„Er hat über Jahrzehnte sehr viel für den Sport und unseren Fußballkreis geleistet“, würdigt Manfred Mielczarek die Verdienste seines Mitstreiters. Das tut auch der Verband. Im Laufe der Jahre erhält Bernd Kruse gleich mehrere Auszeichnungen.

Dazu zählen die FLVW-Ehrennadel in Silber und Gold, die BSV-Vereinsnadel in Silber und Gold sowie der Ehrenteller der Stadt Beckum. Bernd Kruse hinterlässt eine Frau, drei Kinder und sechs Enkelkinder.

Er wird am Samstag in Beckum beigesetzt.

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