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Fußball: Regionalliga West

Erst die Ruhe, dann der Sturm

Ahlen

Rot-Weiß Ahlen hat am Samstag den FC Bocholt zu Gast. Während der noch sieglos ist, hat Ahlen bereits ein paar Zähler eingesammelt – und lechzt nach dem nächsten Dreier.

Von Uwe Gehrmann

Schnell wieder aufstehen: Ahlens Hüseyin Bulut (r.) scheint hier schneller zu reagieren als sein Gegner. Samstag gegen Bocholt will RW Ahlen die 0:5-Scharte in Wiedenbrück auswetzen. Foto: Henning Wegener

Was immer hilft im Leben? Einfach immer? Ruhe bewahren! Wird schon, wenn man locker bleibt und abwartet. Und so steigt auch Ahlens Trainer vorsichtig aufs Bremspedal.

„Leute! Wir sind genau da, wo wir sein wollten. Wenn wir da abschließen sollten, sind alle glücklich“, markert Andreas Zimmermann Platz sieben nach vier Spielen in Signalgelb an. Das 0:5 in Wiedenbrück? Dumm gelaufen, aber kein Grund, irgendetwas in Frage zu stellen. „Die Siege nicht überbewerten. Aber diese Niederlage auch nicht“, lebt Zimmermann die Gelassenheit eines Buddha vor.

Was man vor allem bei der Friedfertigkeit nicht so wörtlich nehmen sollte, wenn es Samstag nun gegen den FC Bocholt geht. Da ist es dann zuhause mit der Ruhe nicht allzuweit her.

„Wir wissen auch weiterhin, was wir können. Wenn wir die Leistung abrufen, punkten wir immer“, hätte Zimmermann bei aller Gelassenheit schon gern ein Erfolgserlebnis gegen den Aufsteiger. Es ist ja so: als Gewinner lebt es sich doch leichter.

Zuhs hadert noch mit seiner Sperre

Wovon zwei Ahlener derzeit nur träumen können. Rotsünder Zuhs ist – so Zimmermann – „todtraurig“, dass er aussetzen muss. Für den linken Verteidiger stehen allerdings schon Twardzik, Pihl oder Neicu bereit.

Und Reithmeir hat es besonders hart getroffen – im Wortsinne. Nach seiner letzten Roten Karte setzte es nun einen Jochbeinbruch beim Kopfball im Training. „Die Maske ist bestellt, aber für Samstag reicht das noch nicht. Vielleicht nächste Woche“, bedauert sein Trainer.

Aber auch diese Ausfälle ändern nichts daran, dass Ahlen als klarer Favorit ins Heimspiel geht. Da kann Zimmermann noch so intensiv vor einer „erfahrenen Truppe“ warnen, die zuletzt Wuppertal in der Nachspielzeit ein 2:2 abgetrotzt hat. Es war bislang nämlich der einzige Zähler für den Frischling in der Regionalliga.

Was auch Trainer Jan Winking den Kopf gekostet hatte. Nun steht in Ahlen noch Sportchef Marcus John als Interim an der Linie und muss retten, was zu retten ist. Ein Sieg über Rotweiß würde ihn zum Interims-Helden machen. Also Ruhe bewahren. Solange es die vor dem Sturm ist.

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