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Handball: Spitzenreiter eine Nummer zu groß für das HLZ Ahlener SG

Erst richtig gut, dann vogelwild

Ahlen

Freddi Neuhaus und seinen HLZ-Männern ist im Spitzenspiel der Dritten Liga West keine weitere Überraschung gegen die Top-Mannschaft aus Krefeld gelungen. Der Tabellendritte verlangte dem Spitzenreiter am Samstag alles ab, musste sich am Ende aber mit 24:29 (14:12) geschlagen geben.

Von Harald Hübl

Was tun? Trainer Frederik Neuhaus (links) und Teammanager Jan Anton beratschlagen sich. Foto: Henning Wegener

Zum Saisonstart hatten die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG die HSG Krefeld Niederrhein noch überraschend geschlagen. Zum Rückrundenauftakt musste sich die Mannschaft von Trainer Frederik Neuhaus in der Friedrich-Ebert-Halle nun jedoch mit 24:29 (14:12) geschlagen geben.

Es war das erwartete Topspiel. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die Abwehrreihen und die Torleute waren die bestimmenden Faktoren.

Ahlen verlangte dem ersatzgeschwächten Spitzenreiter alles ab, doch am Ende reichte es nicht. Es war eine Partie mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. In den ersten 30 Minuten war die HLZ-Sieben das spielbestimmende Team. Bis zum 4:4 (7.) war es ein Abtasten der Mannschaften. Dann setzten sich die Gastgeber von 7:6 (13.) auf 10:7 (18.) ab.

Doch der Drei-Tore-Vorsprung hatte keinen Bestand, Krefeld glich zum 10:10 (21.) aus und blieb bis zur 14:12-Pausenführung der Wersestädter in Schlagdistanz. „Wir mussten unsere Taktik kurz vor dem Spiel noch einmal umstellen, weil Krefelds Merten Krings kurzfristig ausgefallen ist“, erklärte Neuhaus. „Aber wir haben sie dann doch dahin gekriegt, wo wir sie haben wollten. Das haben die Jungs richtig, richtig gut gemacht.“

Nach dem Wiederanpfiff änderte sich das Bild. Die Niederrheiner glichen in der 38. Minute zum 16:16 aus und ließen sich nicht mehr abschütteln. Mitte der zweiten Halbzeit geriet die Neuhaus-Sieben mit 18:20 in Rückstand. Da läuteten beim HLZ-Trainer die Alarmglocken: Er nahm eine Auszeit, die jedoch wirkungslos blieb.

Zwar gelang der HLZ-Sieben der 19:20-Anschlusstreffer (45.), doch dann folgten vier vogelwilde Minuten, in denen die Ahlener die Bälle reihenweise herschenkten. Die vier kopflosen Minuten nutzten die Krefelder, um den Ahlener Rückstand auf 19:24 (49.) zu vergrößern. „So eine Phase kann man sich gegen den Tabellenführer nicht erlauben“, kritisierte Neuhaus. „Dafür ist Krefeld qualitativ zu gut und routiniert. Das war ausschlaggebend.“

Beim 21:28 (56.) war die Partie endgültig entschieden. Auch wenn sich die HLZ-Sieben gegen die drohende Niederlage stemmte. „Wir haben dann hinten aufgemacht“, sagte Neuhaus. Diesmal griff das offensive Abwehrsystem aber nicht. Es reichte nur, um etwas Ergebniskosmetik zu betreiben.

Für einen Punktgewinn kam die ASG an diesem Abend einfach nicht mehr in Frage.

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