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Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen

Extraklasse auch als DJ: Esther Spöler zum BSV Ostbevern

Ostbevern

Esther Spöler – das ist ein klangvoller Name in der 2. Bundesliga Nord. Die Mittelblockerin, jahrelang Leistungsträgerin und Kapitänin bei den Skurios Volleys Borken, wechselt zum BSV Ostbevern. Die 22-Jährige hat neben dem Volleyball noch eine andere große Leidenschaft.

Von Ralf Aumüllerund

Mittelblockerin Esther Spöler (Nummer 10) war in Borken jahrelang eine prägende Figur. Als Kapitänin führte die heute 22-Jährige die Skurios Volleys in der Saison 2018/19 zur Zweitliga-Meisterschaft. Foto: Dirk Rodenbusch

Auf der Internetseite der Skurios Volleys Borken sind Steckbriefe der Spielerinnen veröffentlicht. Bei Esther Spöler steht dort unter der Rubrik Lebensmotto: „MUSIK – immer, ständig & mit voller Lautstärke“. Keine Überraschung also, dass die 22-Jährige beim Volleyball-Zweitligisten für die Kabinen-Klänge zuständig war. „Ich habe zum Beispiel die Playlists gestaltet“, sagt Spöler. „Wenn es passt, mache ich das auch gerne bei meinem neuen Verein.“

Man darf davon ausgehen, dass der BSV Ostbevern die Schnellangreiferin nicht nur wegen ihrer DJ-Qualitäten für die nächste Saison geholt hat. Esther Spöler – das ist ein klangvoller Name in Liga zwei. In einer Pressemitteilung über den dritten Zugang aus Borken nach Hannah Hattemer und Rückkehrerin Sophia Eggenhaus spricht der Club von einem „Glücksfall für den BSV“.

Esther Spöler

„Esther gehört zu den besten Mittelblockerinnen der 2. Liga Nord“, schwärmt Dominik Münch. Ostbeverns Trainer listet auf: „Starker Block, durchschlagskräftig im Angriff, gefährlicher Service und immer sehr präsent auf dem Feld.“ Als „das Gesicht des Borkener Volleyballs“ wird Spöler von langjährigen Begleitern der Skurios beschrieben. Sie hat als Zweitklässlerin beim RC Borken-Hoxfeld angefangen, hat es in die WVV-Auswahl und zu einer Nominierung für den Nationalkader gebracht. Sie blieb ihrem Heimatclub bislang immer treu und entschied sich gegen einen Wechsel ins Sportinternat am Bundesstützpunkt Münster. „In der neunten Klasse waren mir die Freunde wesentlich wichtiger als eine Volleyballkarriere“, sagt Spöler. Mit 15 debütierte sie in Borken in der 2. Liga. Sie wurde Leistungsträgerin auf der Mitte-Position und Kapitänin, so auch in der grandiosen Meistersaison der Skurios 2018/19 mit 24 Siegen in 24 Spielen.

Wieder Spaß und Leidenschaft

Bleibt die Frage, warum eine junge Spielerin dieses Kalibers jetzt mit Ostbevern eine Etage tiefer in die 3. Liga wechselt. Spöler schließt im Sommer ihre Ausbildung zur Erzieherin ab und zieht nach Münster, um dort Soziale Arbeit zu studieren. Der Studienplatz sei noch nicht ganz sicher, die Chancen stünden aber gut, teilt der BSV mit. Es sei auch sportlich „die passende Gelegenheit für einen Tapetenwechsel“, wird Spöler zitiert. Sie wolle „mal rauskommen, neue Erfahrungen sammeln“. Gegenüber den WN sagt Spöler zudem: „Es war mir einfach nur wichtig, dass ich den Spaß am Volleyball und die Leidenschaft wiederentdecke. Das war zuletzt aus verschiedenen Gründen schwierig. Und da ist mir die Liga ganz egal.“

Ihren neuen Verein kennt sie nicht nur aus der 2. Liga, sondern auch von den Duellen zu Jugendzeiten. „Ich schätze die familiäre Atmosphäre in Ostbevern und ich möchte meinen Spaß am Volleyball in dieser Familie teilen“, wird Spöler in der Mitteilung mit pathetischen Worten weiter zitiert.

BSV hat neun Zusagen

Damit hat der BSV neun Zusagen für 2021/22 zusammen – von sechs Spielerinnen aus dem bisherigen Kader sowie von den drei Ex-Borkenerinnen. Bei den Skurios Volleys hat Esther Spöler übrigens nach eigenen Angaben vom Schlager bis zum Rap alles aufgelegt, „was sich die Mädels gewünscht haben“. Die BSV-Volleyballerinnen dürfen sich also schon mal Gedanken machen über den künftigen Kabinen-Sound.

Die neue Saison soll im Oktober beginnen. Ende dieser Woche erwartet der BSV Ostbevern genauere Informationen zum Spielplan und Modus der 3. Liga West.

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