Fußball: Regionalliga West

Fortschreitende Gerüstbauarbeiten: Kaderplanung bei RW Ahlen auf Hochtouren

Ahlen

Jetzt herrscht Gewissheit: RW Ahlen bleibt Regionalligist. Deshalb hat Joachim Krug gerade viel Arbeit. Er stellt nun mit Hochdruck den Kader für die kommende Saison zusammen. Das Grundgerüst soll erhalten bleiben, aber eine ganz wichtige Säule wird wohl wegbrechen.

Von Cedric Gebhardt

Mit einem Schwung einen Haufen Arbeit: Nachdem sportlich Gewissheit herrscht, muss Joachim Krug eiligst die Belegschaft für die kommende Saison zusammenstellen. Foto: Marc Kreisel

Noch Anfang Mai war fraglich, ob RW Ahlen die Versetzung in die Regionalliga gelingt oder ob es eine Etage tiefer in die Oberliga geht. Die sportliche Hängepartie belastete über Wochen die Kaderplanung. Inzwischen herrscht Gewissheit: RWA spielt auch in der kommenden Saison in der Regionalliga.

Personalplanungen nehmen Fahrt auf

Nachdem die Zukunft geklärt ist, haben die Personalplanungen kräftig an Fahrt aufgenommen. „Nach der Saison ist vor der Saison. Mit einem Schwung habe ich wieder einen Haufen Arbeit“, nimmt es Joachim Krug mit Humor. Der Sportliche Leiter muss nun schleunigst das Aufgebot für die kommende Spielzeit zusammenstellen. „Wir hoffen nach wie vor, dass das Gerüst bestehen bleibt“, sagt Krug.

Momentan ist er im Grunde Einzelkämpfer an der Front, da sich Trainer Andreas Zimmermann vorerst für zwei Wochen in den Urlaub verabschiedet hat. „Aber wir haben schon so früh wie selten allen Spielern ein Angebot vorgelegt, zum Teil sogar schon im Februar“, sagt Joachim Krug. Gegen einen Verbleib entschieden haben sich die Torhüter Bernd Schipmann und Rafael Hester, weshalb ein Keeper ganz oben auf dem Wunschzettel steht.

Holldack vor dem Absprung

„Bei Hester haben wir wirklich alles versucht, um ihn zu halten. Am liebsten wäre ich auch noch mit einem Strauß Rosen bei ihm vorbeigefahren, aber es hätte nichts genützt. Er hat berufliche Gründe für seinen Wechsel genannt und das müssen wir akzeptieren“, so Krug. Auch Luca Steinfeldt (SV Lippstadt 08) zieht von dannen, nachdem er in der abgelaufenen Saison nur wenig Einsätze erhalten hat.

Schwer wiegen würde auch der Verlust Jan Holldacks, den es aus beruflichen Gründen ins französische Nizza verschlagen dürfte. „Ich würde mich freuen, wenn er noch umdenken würde und wir lassen auch nicht locker. Aber es sieht nach einem Abschied aus“, so Krug.

Mai im Fokus anderer Clubs

Umso wichtiger, dass mit Innenverteidiger Kevin Kahlert ein wichtiger Leistungsträger bereits seinen Vertrag verlängert hat. Ebenfalls für die neue Saison unterschrieben haben Romario Wiesweg, Mike Pihl, Daniel Francis, Mohamed El-Bouazzati, Enes Güney, Ali Cirak und Leon Benning sowie ganz frisch Rene Lindner.

Bei Bennet Eickhoff und Yasin Altun geht Krug ebenfalls von einem Verbleib aus, auch wenn ein finales Gespräch samt Zusage noch ausstehe. Sebastian Mai hat dagegen mit starken Leistungen und sieben Treffern Begehrlichkeiten geweckt und wohl einige Offerten auf dem Tisch liegen. Ein Weggang des 20-Jährigen ist daher nicht auszuschließen. Das gilt auch für Arda Nebi, der zuletzt nicht die Rolle gespielt hat, die seinem Selbstverständnis entspricht. „Bei Arda ist die Tendenz eher, dass er geht. Seine Saison war zwar sehr durchwachsen, aber noch ist das letzte Wort nicht gesprochen“, sagt Krug.

Weitere Gespräche stehen aus

Das gilt auch für eine mögliche Weiterbeschäftigung von Ilias Anan, Phillip Aboagye und Gianluca Marzullo, der derzeit im Urlaub weilt. Mit allen dreien soll es noch Gespräche geben. Fest zum neuen Kader gehören derweil die drei bisherigen A-Junioren Noyan Efe Bayaki, Leonardo Marino und Tidiane Gueye.

Für Donnerstag hat RWA zudem einige junge Perspektiv-Spieler, darunter auch welche aus der A-Jugend-Bundesliga, zu einem Probetraining einladen. „Priorität genießt es für uns aber, dass wir zwei, drei gestandene Spieler in die Mannschaft implementieren können“, stellt Joachim Krug klar.

Neben einem Torhüter hat er auch einen Sechser, einen Zehner und einen Stürmer zur Fahndung ausgeschrieben.

Klar ist: RW Ahlen möchte nicht noch einmal die ganze Saison tief im Schlamassel verbringen. „In der Rückrunden-Tabelle standen wir auf Platz zwölf. Das hat gezeigt, dass die Mannschaft konkurrenzfähig ist. Mit etwas mehr Perspektive können wir uns in der neuen Saison ins Mittelfeld der Liga bewegen“, so Krug. Dazu braucht es aber die passende Belegschaft. Joachim Krug arbeitet daran, sie zu rekrutieren.

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