1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Für einen Tag die Nummer eins im Münsterland

  8. >

Fußball: RW Ahlen trifft am Samstag auf Preußen Münster

Für einen Tag die Nummer eins im Münsterland

Ahlen

Was für ein Spiel: RW Ahlen trifft am Samstag um 14 Uhr auf den SC Preußen Münster. Mehr Klasse geht nicht. Gut 2500 Zuschauerinnen und Zuschauer dürften dabei sein, wenn es für die Platzherren darum geht, zumindest für einen Tag im Münsterland die Nummer eins zu sein.

Von Uwe Gehrmann

Völlig schwerelos: Tobias Reithmeir (r.) ist ebenso entsperrt wie Jan Holldack und Jannik Borgmann. Alle drei Abwehrspieler können in die Viererkette zurückkehren, wenn die Preußen kommen. Foto: Henning Wegener

Alle wissen es. Alle wollen es. Andreas Zimmermann hat vor der Saison ein ganz spezielles Ziel in die Köpfe seiner Spieler gepflanzt, und das fängt vor dem Samstag wieder an zu puckern und zu pochen, zu glimmen und zu glitzern.

„Wir wollen die Nummer eins im Münsterland werden“, feuerte der Trainer Fans und Mannschaft bei der Teamvorstellung an. Und alle träumten sofort wieder von den guten alten Zeiten.

Inzwischen nimmt „Zimbo“ die Kampfansage an die Preußen wieder etwas zurück. „Na ja, das war natürlich mittelfristig gemeint“, wiegelt er ab. Besser ist’s.

Denn aktuell kann von einer Führungsrolle tatsächlich keine Rede sein. Aber keiner wird es RW Ahlen übel nehmen, wenn es für den großen Plan nicht schon mal üben will.

Mal sehen, wie das so ist, den Tabellenführer in Verlegenheit zu bringen. Mal testen, an welcher Stelle Preußen Münster sterblich sein könnte. „Das ist ja kein normales Spiel. Das ist alles enorm wichtig auch für die Fans und Sponsoren“, muss Zimmermann seine Jungs dieses Mal nicht extra motivieren und berlinert: „Da legen wa alle eene Schippe druff!“

Vor einer brodelnden Kulisse von erwarteten 2500 Zuschauern will Ahlen die Chance nutzen, sich nach den Niederlagen gegen Düren und Düsseldorf II wieder zu rehabilitieren. Und das – logisch! – gegen die traditionelle Hassliebe, die Preußen eben.

„Da ist auch nicht alles Gold, was glänzt“, meint Zimmermann nicht nur die letzte Niederlage gegen den Wuppertaler SV, mit dem die Hildmann-Truppe ausgerechnet einen direkten Konkurrenten wieder ins Rennen gehievt hat. Nein, auch der Druck des Gewinnen-Müssens im Wersestadion rechnet Ahlens Trainer als Pluspunkt für seine Elf.

Die zumal wieder mit voller Kapelle aufspielen kann: Holldack, Reithmeir und Borgmann sind entsperrt, Ex-Preuße Cihan Özkara hat sich zusammen mit Hakan Sezer und Hüseyin Bulut gesund gemeldet. Keiner will fehlen, wenn Münster vorbeischaut.

Wer dann aussetzen wird, das will sich Andreas Zimmermann noch bis kurz vor Anpfiff überlegen. „Kommt auf die taktische Ausrichtung der Preußen an“, rechnet der Trainer damit, dass der Gast nach der letzten Niederlage noch etwas Neues aus dem Hut zaubert. Abwarten.

Und dann wird man ja sehen, wer die Nummer eins im Münsterland ist. Diesmal wenigstens für einen Tag. Alles andere kann dann später kommen.

Startseite