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Fußball: RW Ahlen trifft auf Drittletzten FC Wegberg-Beeck

Gibt es den erneuten Trotzeffekt?

Ahlen

Das 1:4 in Lotte war ein Fiasko für Rot-Weiß Ahlen. Zu ineffektiv waren die Stürmer und zu wackelig die Defensive des Teams von Andreas Zimmermann. Dieser setzt nun gegen den FC Wegber-Beeck wie schon nach der 2:6-Pleite gegen Köln auf einen Trotzeffekt seiner Mannschaft.

Von Uwe Gehrmann

Kampf mit allen Mitteln: Ahlens Bennet Eickhoff (l.) verliert den Ball in Lotte. Das soll heute gegen Wegberg-Beeck besser aussehen. Foto: Wegener

Als Andreas Zimmermann nach einer Stunde in das Traditionsspiel gegen Schalkes Eurofighter eingriff, lagen Ahlens Oldies noch 4:3 vorn. Mit „Zimbo“ als knorrigem Innenverteidiger verloren die Rot-Weißen rund um Geburtstagskind Musemestre Bamba dann noch 4:5. Will uns das eigentlich was sagen?

Wackelige Defensive

Da lacht der Trainer: „Nee, nee, meine Jungs waren alle da. Die waren sehr zufrieden mit uns.“ Wär’ ja auch gelacht, wenn man mit forschen 51 Jahren den Kleinen noch vormachen muss, wie Abwehr geht. Auch nach dem 1:4-Fiasko in Lotte muss der wackeligen Ahlener Defensive des Trainers zorniges Wort genügen.

Dabei sollte heute im Heimspiel gegen den FC Wegberg-Beeck natürlich auch der Angriff seinen Sack an Verantwortung schultern. Drei Tore wären in den ersten 20 Minuten gegen Lotte drin gewesen, danach hätte es wohl keine Fragen mehr gegeben.

Nach Niederlage wollen die Ahlener wieder aufstehen

Stattdessen stellt sich nun die Frage: Wie hat RW Ahlen die harsche Unterbrechung einer kleinen Siegesserie verknusen können? „Wir waren in Lotte einfach zu sorglos, das haben wir selbstkritisch aufgearbeitet“, sagt Zimmermann und setzt auf einen nochmaligen Trotzeffekt wie nach dem 2:6 gegen Köln. „Wir werden sehen, ob das wieder klappt. Man kann verlieren, klar, aber dann muss man wieder aufstehen.“

Dass dabei der Liga-Achzehnte natürlich in die Schublade „Pflichtsieg“ gehört, das mögen gern alle anderen so sehen. Der Fußball-Lehrer hingegen nimmt dabei die Tabelle gar nicht erst zur Hand.

„Wie bei solchen Spielen der Gegner heißt, interessiert mich gar nicht“, zählt für Zimmermann nur die eigene Mannschaft. „Nicht Lotte hat uns geschlagen, wir haben uns selbst geschlagen“, philosophiert er.

Dabei muss er im eigenen Stadion neben den dauerverletzten Velichkov und Lindner auch auf Daniel Francis verzichten, der wieder zur Nationalmannschaft Sierra Leones berufen wurde. Heißt: Mike Pihl bekommt wieder von Beginn an seine Chance in der rechten Kette. Ob es dadurch jetzt besser wird als in Lotte?

Zimmermanns Knie schmerzt immer noch

Dass Zimmermann nun auf den Geschmack gekommen ist, selbst einzugreifen, wenn der Laden hinten noch einmal zusammenbricht, ist eher auszuschließen. „Das Knie tut mir heute noch weh“, stöhnt er vom Spiel am Mittwoch und grinst dann: „Aber das wusst ich ja vorher. Deshalb spiele ich ja auch nur noch alle drei Monate.“ Werden sie wohl ohne den Chef auskommen müssen. Stimmt ja: Alles muss man allein machen, wenn es gut werden soll.

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