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Fußball: RW Ahlens Jan Holldack im Interview

„Habe eine realistische Chance“

Ahlen

Jan Holldack wollte weg. Doch er ist wieder bzw. immer noch da bei Rot-Weiß Ahlen – und will bleiben. Die Differenzen mit Trainer Andreas Zimmermann glaubt er ausgeräumt und blickt hoffnungsfroh auf das, was kommt.

Uwe Gehrmann

Neuer Versuch in Ahlen: Jan Holldack ist zurück und erhielt in Wuppertal schon ein paar Pflichtspielminuten. Foto: Henning Wegener

Jan Holldack ist wieder da. Der 26-Jährige Mittelfeldspieler und Regisseur RW Ahlens, der nach seinen Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Andreas Zimmermann am Samstag in Wuppertal für Hüseyin Bulut eingewechselt worden war, scheint erstmals wieder für den spielenden Kader berufen. Uwe Gehrmann sprach mit ihm.

Herr Holldack, Sie sind wieder im Team, durften sogar spielen. Sind Sie jetzt also wieder zurück nach dem Streit mit dem Trainer?

Jan Holldack: Gut, wir hatten unsere Differenzen. Ich hatte deshalb auch überlegt, dass ich wegwill, hatte mich aber in Ahlen gleichzeitig auch immer wohlgefühlt. Deshalb habe ich dem Verein vor drei Wochen mitgeteilt, dass ich wieder dabei bin und es weiter versuchen will. Das hat dann Andreas Zimmermann auch zuerst nicht so gut gefallen, und so wurde ich in den beiden letzten Tests nicht berücksichtigt. Zum Glück hat mich der Trainer dann in Wuppertal eingewechselt, was mir signalisiert, dass wir die Probleme der Vergangenheit bewältig haben. Ich habe wieder eine realistische Chance, ins Team zu rücken, was mich sehr freut. Es ist halt wie in einer Ehe: Man muss in schlechten und in guten Zeiten zueinanderhalten, oder?

Hätten Sie gedacht, dass RW beim Favoriten gleich so souverän aufspielt?

Holldack: Nein, das hätte ich so deutlich nicht erwartet. Wir hätten schließlich im letzten Drittel sogar noch 3:1 oder 4:1 gewinnen können, ja, sogar müssen. Der Kader ist variabler, die Alternativen sind größer geworden, man kann mehr wechseln und dabei - je nach taktischer Anforderung - an Qualität zugewinnen.

Und das dann wieder einem Holldack ab Minute eins? Vielleicht kommen Sie ja dann mit RW Ahlen in die 3. Liga zurück.

Holldack (lacht): Am liebsten ja, natürlich. Aber ernsthaft: Der Sieg in Wuppertal war gerade mal ein gutes Zeichen, dass wir in der richtigen Richtung unterwegs sind. Nicht mehr, nicht weniger. Mit allem anderen wäre ich noch sehr vorsichtig. Und mit mir wieder von Beginn? Abwarten. Ich habe dem Trainer jedenfalls signalisiert, dass ich topfit und bereit bin, hundert Prozent zu geben. Alles andere wird man sehen.

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