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Handball: 3. Liga

HLZ kommt nach Blitzstart unter die Räder

Ahlen

20 Minuten waren die Handballer des Handballleistungszentrums aus Ahlen Herr im fremden Haus, beherrschten das Geschehen beim Wilhelmshavener SV, ehe die Nordlichter auf Temperatur kamen und die Gäste schließlich punktlos auf die lange Heimreise nach Ahlen schickten

Von Harald Hübl

Ferdi Hümmecke (l.) war immer noch zweitbester Torjäger gegen Wilhelmshaven, aber seine sechs Tore machten am Samstag auch keinen Unterschied mehr. Foto: H.Wegener

Einen furiosen Start legten die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG am Samstagabend im hohen Norden hin. Doch nach 20 Minuten lief plötzlich nicht mehr viel zusammen und die Mannschaft von Trainer Freddy Neuhaus musste mit 26:33 (12:12) noch eine hohe Niederlage beim Wilhelmshavener SV hinnehmen.

ALZ mit Frühstart

Zu Beginn des Spiels mochten die Fans in der Wilhelmshavener Nordfrost-Arena ihren Augen nicht trauen. Nicht die routinierten Gastgeber, sondern die jungen Gäste aus dem Münsterland bestimmten das Spiel. Im Angriff zog Mittelmann David Wiencek gekonnt die Fäden, brachte seine Mitspieler – vor allem Kreisläufer Ferdi Hümmecke – immer wieder in gute Wurfpositionen und traf auch selbst dreimal.

10:4: Auftakt nach Maß

Auf der anderen Seite bissen sich die Wilhelmshavener Angreifer an einem erneut gut aufgelegten ASG-Torwart Sven Kroker die Zähne aus. So führten die Ahlener nach 20 Minuten völlig verdient mit 10:4. „Da haben wir in Angriff und Abwehr genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, freute sich der Trainer.

Bruch im Spiel

Doch dann kam ein Bruch ins Spiel. Ungenaue Anspiele und unkonzentrierte Würfe auf Ahlener Seite nutzten die Gastgeber, um wieder ins Spiel zu kommen. „Die haben jeden unserer Fehler eiskalt ausgenutzt“, bedauerte Neuhaus. Mit einem 7:0-Lauf übernahm Wilhelmshaven kurz vor der Pause beim 11:10 erstmals die Führung. Mit einem 12:12-Unentschieden ging es in die Kabinen.

WHV-Tor wie vernagelt

Und so wie die erste Halbzeit aufgehört hatte, fing der zweite Spielabschnitt an. Die ASG fand im Angriff kein Durchkommen mehr und verlor zahlreiche Bälle. Wilhelmshaven nutzte das mit schnellem Spiel aus und zog nach 40 Minuten auf 23:17 davon. Da halfen auch zwei Auszeiten von Freddy Neuhaus nichts.

Während die Gastgeber nun aus allen Positionen trafen, wollte der Ahlener Offensive nichts mehr gelingen. „Wir haben einfach zu hektisch agiert und der WHV hat seine ganze Erfahrung ausgespielt“, analysierte der HLZ-Trainer.

Partie früh entschieden

Bis auf elf Tore setzten sich die Gastgeber nach 50 Minuten ab. Die Partie war gelaufen. Neuhaus versuchte zwar noch, mit einer offensiveren Abwehr, den Spielfluss der Wilhelmshavener zu unterbrechen, doch zu mehr als einer Ergebniskorrektur reichte es nicht. Der deutliche 33:26-Sieg der Nordlichter geriet nie auch nur ansatzweise in Gefahr.

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