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Handball: A-Junioren-Bundesliga

HLZ-Nachwuchs lässt sich die Laune durch 35:51 nicht verderben

Ahlen

Am Ende standen große Zahlen. 35:51 unterlagen die A-Junioren des HLZ Ahlener SG in der Bundesliga dem Nachwuchs des THW Kiel. Man sollte es nicht vermuten, aber die Begegnung bei den kleinen Zebras hatte den Wersestädtern dennoch Spaß gemacht. Allein die Tatsache, dass eine 3:0-Führung den Favoriten kurzzeitig verunsicherte, tat gut – die Niederlage der Stimmung des Drittliga-Nachwuchses keinen Abbruch.

Von Uwe Gehrmann

Nach Jan Holtmanns Tor zur 3:0-Führung musste THW Kiel erst mal durchatmen und sich neu orientieren. Dann aber wurde der Gastgeber seiner Favoritenrolle gerecht Foto: Toppmöller

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einem das breiteste Grinsen aufs Gesicht zaubern. So etwa eine eigene bescheidene 3:0-Führung, drei Kleinigkeiten, die den haushohen Favoriten schon nach drei Minuten zum Team-Timeout zwingt. „Der Kieler Trainer sah nicht so glücklich aus“, hat Christopher Brehl aus den Augenwinkeln mitbekommen. „Wir haben uns toll eingestellt und es eiskalt durchgezogen“, kommentierte der Trainer der HLZ-A-Junioren die Tore von Horstmann (2) und Holtmann zur ersten Führung gegen den übermächtigen THW Kiel. Dass der Gastgeber die Ahlener Bundesliga-Helden nach vier Minuten eingeholt hatte, zur Pause selbst 21:16 führte und schließlich mit 51:35 gewann ... geschenkt!

„Gegen Kiel hat bisher kein anderer 35 Tore geworfen“, lobte Brehl eine Bundesliga-Partie, die vor allem durch die Aggressivität, ihre Schnelligkeit und die Wucht der kurz gefahrenen Angriffe in der zweiten Welle geprägt wurde. Vor 55 Ahlener Fans in der Helmut-Wriedt-Halle dauerte es bis zur 42. Minute, ehe die jungen „Zebras“ auf 33:23 davongaloppiert waren und die Balance zwischen Oben und Unten wieder hergestellt war.

Aufsteiger wächst immer mehr in die Bundesliga hinein

„Am Ende hat man gemerkt, was es ausmacht, ob man drei-, viermal die Woche trainiert oder achtmal“, erkennt der HLZ-Übungsleiter die Realitäten problemlos an und beschränkt sich lieber auf das Gute.

So etwa die Erkenntnis, dass die Jugendlichen von der Werse immer mehr in die Bundesliga hineinwachsen. „Sie konzentrieren sich mehr, sie gewöhnen sich an die Härte“, nickt Brehl und freut sich jetzt auf die kommende Hauptrunde B ab Ende Oktober.

Die frisch gewonnenen Tugenden muss das HLZ dann an den nächsten Gegnern erproben. Wieder THW Kiel, aber auch Lübeck, Bremen, Verden-Aller, Rostock, Altenhagen und der VfL Horneburg werden sich mit Ahlen um einen der ersten vier Plätzebalgen, die mit den Tickets fürs Sechszehntel-Finale locken.

„Wir waren gegen Bremen und Lemgo auch schon nahe am Sieg“, erinnert Brehl und kann sich vorstellen, dass in der Hauptrunde B – die Gruppe A ist bereits im Vorfeld gesetzt – mehr für den Ahlener Nachwuchs möglich ist.

Hauptrunde B startet am 31. Oktober

Am 31. Oktober geht es in der Hansestadt Lübeck weiter, und dann soll mehr drinsitzen als nur eine ehrenwerte 3:0-Führung zu Beginn.

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