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Handball: A-Jugend-Bundesliga

HLZ wird gestoppt und ist raus mit Applaus

Ahlen

Für die A-Jugend des HLZ Ahlener SG ist das Bundesliga-Buch zunächst zu. Die 26:34-Niederlage beim HC Bremen verwehrt den Sprung auf Platz vier und die weitere Teilnahme an der nächsten Runde, ist das vorerst letzte Kapitel. Aber es werden neue geschrieben, in der nächsten Saison. Die gerade beendete lieferte beste Unterhaltung und Leistung. Ein Eindruck, der spätestens bei der Rückkehr nach Ahlen schon überwog.

Von Uwe Gehrmann

Glück sieht anders aus: Die Trainer Sebastian Supenkamp (l.) und Christopher Brehl loben ihre Jungs allerdings in höchsten Tönen und wollen es nächste Saison erneut anpacken. Foto: Jörg Toppmöller

Bis der Bus schließlich gegen 2 Uhr morgens wieder in Ahlen angekommen war, konnten die Jungs wieder singen. Zeit genug auf dem Heimweg, von der Enttäuschung zurückzufinden zum Stolz auf die eigene Leistung. Man kann sagen, das HLZ Ahlen ist im Endspiel um Platz vier beim HC Bremen gescheitert. Man kann aber auch die Leistung über eine ganze Saison anerkennen und daran erinnern, „dass wir hier die beste A-Jugend hatten in der Geschichte des HLZ Ahlen“, wie Trainer Christopher Brehl es formuliert. Und das war dann auch die Sicht der Dinge, die sich trotz der 26:34 (14:18)-Niederlage in der Halle am Jakobsberg schnell durchgesetzt hatte.

„Wir haben uns niemals aufgegeben. Der Teamspirit ist riesig, jeder reißt sich hier für jeden den Hintern auf“, brauchte der Trainer nicht erst bis 2 Uhr, um mit seiner Mannschaft glücklich zu sein. Auch ohne Sechzehntel-Finale bleibt der Kampf unter Deutschlands Elite unvergessen.

Lob von Trainer Christopher Brehl

Dabei war die Ahlener Sieben beim HC Bremen phasenweise chancenlos. Ohne Nienhaus und Ferkinghoff sowie mangels Jan Holtmann, der bei den Drittliga-Senioren aushelfen musste, kam das HLZ nach verpasstem Start gerade mal auf einmal 5:6 heran (10.), um dann langsam auf Talfahrt zu gehen. „Eigentlich auf Augenhöhe“, hatte Brehl das Duell noch ausgeglichen gesehen. Vielleicht nur nett gemeint, denn Ahlen ließ wieder einmal zu viele Chancen liegen, leistete sich technische Fehler und wurde in Kontern abgepfiffen. „Danach ist das Spiel dann gekippt, für uns ging es nur schleppend weiter“, so Brehl. „Trotzdem: Unsere Leistung war enorm!“

Unerwünschtes Saisonende

Trotz bester Stimmung der 35 mitgereisten Fans unter den 180 Zuschauern geriet das HLZ in Schieflage und rutschte über das 5:12 (21.), 16:25 (39.) und 24:33 (56.) immer weiter ab, um endlich mit der Niederlage gleichzeitig auch das unerwünschte Saisonende zu erreichen.

Ziel ist klar - wieder Bundesliga

Es wird weitertrainiert, schon am Sonntag halfen zwei Jugendliche wieder bei der zweiten Garde in der Verbandsliga aus. An Spielpraxis in den drei Seniorenmannschaften wird es dem ältesten Nachwuchs nicht mangeln, Bundesligaerfahrung wird auch bei den Großen immer gerngesehen. Brehl und Sebastian Supenkamp haben außerdem ihre Verträge bereits im Dezember verlängert. Das Ziel ist klar: wieder Bundesliga. Am besten dann aber Endrunde spielen. Warum auch nicht – man ist ja verwöhnt beim HLZ.

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