Beachvolleyball: SG Sendenhorst sehnt Startschuss herbei

Hoffnungen sind auf Sand gebaut

Sendenhorst

Vorbereitung ist alles. Und deshalb setzen die Volleyballer der SG Sendenhorst derzeit nicht alles in, sondern auf den Sand. „Wir hoffen auf eine ähnliche Entwicklung wie im Vorjahr. Ja, wir schielen fest darauf“, verrät Raphael Klaes, Spielertrainer der ersten Herren-Mannschaft. Bald soll es mit Beachvolleyball wieder losgehen. Dafür wurde nun einiges investiert.

Uwe Niemeyer

Buntes Treiben im Sand: So soll es auf der Beachvolleyball-Anlage der SG Sendenhorst wieder aussehen. In den vergangenen Tagen wurden die drei Spielfelder optimal präpariert. Foto: SG Sendenhorst

Nach dem ersten Lockdown waren bis zu zehn Spieler erlaubt – und der Sport damit möglich. „Das würden wir jetzt wieder mit Kusshand nehmen“, gesteht der 27-Jährige.

In festen Zehnergruppen, die nicht getauscht werden durften, ging es im vergangenen Sommer ans Netz. Bei den Verbandsliga-Herren hatte der Kader ohnehin nicht mehr als zehn Akteure, die weibliche U 20 wurde derweil in zwei Achter-Blöcke aufgeteilt. Individuell können sich jetzt schon zwei Spieler gegenüberstehen und pritschen, ab vier erlaubten Protagonisten ist der Beachvolleyball-Charakter aber garantiert. „Ab vier Personen macht es Sinn. Darauf warten wir“, so Klaes.

Zwei neue Netzanlagen am Sportzentrum

Die hoffentlich nur noch überschaubare Zeit bis dahin verbringen sie in Sendenhorst jedoch nicht allein mit Warten. In diesen Tagen wurden im Sportzentrum zwei neue Netzanlagen installiert, die dann für auf Vordermann gebrachte und wettkampffähige drei Felder sorgen. Am Mittwoch wurden die Pfosten geliefert, es folgt das Einsetzen.

„Theoretisch könnten wir dann loslegen. Wir haben ja sieben Monate keinen Ball gesehen. Da würden wir uns schon auf die ersten gemütlichen Runden freuen“, sagt Klaes, der auch die zweite Damenmannschaft sowie die U-20-I betreut und als designierter Geschäftsführer künftig dem Vorstand angehören wird, erwartungsvoll.

Zuletzt wurden neue Fundamente für die Netzanlage gelegt. Foto: SG Sendenhorst

Sendenhorster wollen an Turnieren teilnehmen – aber nur für den Spaß

Dabei wird es bei der SGS in erster Linie intern zu Spielen und Trainingseinheiten kommen. Auch schon im Hinblick auf die kommende Saison. Während der Albersloher Tim Hoger, wie bereits im Vorjahr erneut auch ein Kandidat für das eine oder andere Beach-Turnier ist, entscheiden die übrigen Mannschaftskameraden eher spontan.

„Wir sind nicht auf Ranglistenpunkte aus. Wenn einer einen Vorschlag für ein Turnier macht, kann es aber schon sein, dass ein oder zwei weitere Paare mitziehen. Aber nur just for fun,“ sagt Klaes. Der hat auch schon mal mit seinem Bruder Stephan oder mit Hendrik Stuckmann als Team gebeacht.

Erst acht Wochen vor dem Punktspielstart geht es wieder in die Halle

Aber zunächst geht es um das Erlebnis, wieder Hand an den Ball legen zu können – und zu dürfen. Auf Sand. „Wir wollen einfach wieder reinkommen“, sagt Klaes. Mit Interimsphasen kennt er sich aus. 2013 übernahm er das Traineramt, das als Übergangslösung gedacht war. Daraus wurden inzwischen acht Jahre.

Erst acht Wochen vor dem Punktspielstart geht es wieder in die Halle. Das gilt dann für die erste Herrenmannschaft, die offiziell seit dem vergangenen Sommer nicht mehr als Spielgemeinschaft mit dem SC DJK Everswinkel Auftritt. Aber auch für Damen- und die Jugend-Teams.

Auch die Damen sollen sich auf Sand fit halten

Sand im Getriebe, besser zwischen den Händen und unter den Füßen, ist bis dahin und kurzfristig ausdrücklich willkommen. „Wir wollen so schnell wie möglich auf die Beachplätze und unsere Vorbereitungen starten. Denn wir stehen ja bei null“, beklagt Dieter Theis den Ist-Zustand. Der Damen-Coach sieht in der A-Jugend „einige“, die für Turniere im Sand infrage kommen. „Was das angeht, sind alle beachverrückt.“ Zwar stecken einige von seinen Spielerinnen im Abi-Stress, sind bestimmt aber Kandidaten für den vom WVV initiierten Wettbewerb (siehe Info-Kasten).

Nicht ausgeschlossen ist aber auch, dass die SG Sendenhorst selbst zu einem Turnier bittet, also als Gastgeber fungiert. Das auch durchaus kurzfristig. „Wir hätten Platz für zwölf Teams. Ob Herren, Damen oder Jugend“, verweist Klaes auf die Anlage: „Das wäre auch zusätzliche Werbung für den Verein.“ Vorbereitung ist in Sendenhorst in diesen Tagen eben alles.

Verein(t) zurück - die 4x4 Beach Tour

Unter dem Titel „Verein(t) zurück“ bietet der WVV seinen Vereinen die „4x4 Beach Tour“ an. Dabei messen sich Hallenmannschaften im Modus vier gegen vier mit anderen Teams. Die Wettbewerbe sollen als Beach- oder Rasenturniere stattfinden. Die neue Tour wird dabei aus vielen einzelnen Turnieren bestehen, zu denen sich die Mannschaften direkt auf der Homepage des WVV anmelden können. Die Spiele werden nach Hallenregeln ausgetragen – es ist also keine Beachvolleyball-Technik nötig. Gespielt werden soll in den Serien Frauen, Männer, Mixed (mindestens zwei Frauen auf dem Feld) und Jugend. Wiederholt ist auch Münster ein Austragungsort: Herren B (21., 23., 28. Mai, 12. Juni); Mixed C (23. Mai); Mixed B (17. Juli); Damen C (13. Juni).

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