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Fußball: Regionalliga West

Jan Holldack will Abschied von RW Ahlen erzwingen

Ahlen

Ein Hauch Robert Lewandowski in Ahlen: Jan Holldack möchte weg, und das sofort. Da soll es auch nicht hindern, dass die Offensivkraft einen Vertrag für die kommende Runde hat.

-uwe-

Kein Team mehr: Trainer Andreas Zimmermann und Offensivkraft Jan Holldack haben inzwischen wohl auch Differenzen Foto: Wegener

Jetzt hat RW Ahlen auch seinen Robert Lewandowski. Nur ein Nümmerchen kleiner. Ebenso wie der Stürmer-Star sich aus dem Vertrag beim FC Bayern München winden will, versucht Jan Holldack, sich vom heimischen Regionalligisten zu lösen. Immerhin ein Jahr vor Ende der Vereinbarung.

Einen weiteren Unterschied aber gibt es: RW Ahlen scheint im Gegensatz zum Rekordmeister gesprächsbereit. Manager Joachim Krug bedauert: „Ja, die Zeichen stehen auf Trennung. Es ist wie in einer Ehe: Was will man machen, wenn der andere nicht mehr will?“

Wenig, wie es scheint. Welche Gründe den offensiven Mittelfeldspieler und Leistungsträger dazu drängen, den Arbeitskontrakt aufzulösen, darüber kann man nur spekulieren. Fragen unserer Zeitung zum Thema mochte Holldack nicht beantworten.

Drei Gründe mögen vielleicht zusammenspielen, dass es dem 26-Jährigen in Ahlen unwohl geworden ist. Einmal der Weggang seines kongenialen Partners Andreas Ivan zu Schalke II. Dann vielleicht ein Streit mit Trainer Andreas Zimmermann nach der Auswechslung im letzten Spiel bei RW Essen. Oder aber es ist der Wunsch nach Höherem. Denn Holldacks Ziel scheint derzeit die Dritte Liga zu sein.

Genehmigung für Probetraining eine Option

Was auch immer: Wer nicht will, der muss wahrscheinlich auch nicht. „Wir denken derzeit darüber nach, Holldack eine Genehmigung für ein Probetraining in der 3. Liga auszustellen“, sagt Krug, der zwar konstatiert, der neunfache Torschütze der letzten Saison habe in der Rückrunde etwas nachgelassen, aber dennoch klarmacht: „Wir würden ihn natürlich trotzdem gerne behalten.“

Trotz aller vermittelnder Gespräche mit Holldack und seinem Berater Manuel Bölstler, der selbst 2008/09 in Ahlen gespielt hat, war keine Einigung zu erzielen. Also muss Ahlen sehen, wo es bleibt: „Wenn wir den Vertrag auflösen, darf der Verein natürlich keine Nachteile haben“, stellt sich Joachim Krug in Verhandlungsposition. Eben mal mit einen Königstransfer wie Sadio Mané einen unwilligen Spieler ersetzen, das kann Bayern München. RW Ahlen eher nicht.

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