1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Jubel und Erleichterung am Ende bei RW Ahlen

  8. >

Fußball: Regionalliga

Jubel und Erleichterung am Ende bei RW Ahlen

Ahlen

An Spannung hat es nicht gefehlt. Am Ende an der großen Erleichterung ebenso wenig. Spät, aber rechtzeitig, warf RW Ahlen den Rettungsanker in der Saison 2020/21. Auch, weil die Elf von Trainer Andreas Zimmermann in der Lage war, einen Schlussspurt auf den Rasen zu legen.

Von Manfred Krieg

Am Ende gut gelaunt: Foto: Marc Kreisel

Ein starker Schlussspurt bescherte den Ahlenern doch noch die Rettung. Vier Siege zum Saison-Kehraus und eine Punktequote von 1,75 aus den letzten acht Spielen brachten den Rot-Weißen den 18. Tabellenplatz ein und das Ticket für ein weiteres Jahr Regionalliga. Da die Amateur-Saison abgebrochen wurde, es also keine Aufsteiger aus den Oberligen gibt, reduzierte sich die Zahl der Absteiger auf eins. Am Ende erwischte es Bergisch Gladbach.

33 Trainer haben die Ahlener in den letzten 30 Jahren verschlissen. Andreas Zimmermann war nun der 34. Trainer, der ab dem 13. Spieltag der Vorsaison Björn Mehnert beerbt hatte. Ein Wechsel, der zum glücklichen Ende führte. Es war Mitte November der dritte in der Liga. Zuvor mussten schon Dimitrios Pappas in Oberhausen und Stefan Janßen (VfB Homberg) ihren Stuhl räumen. Danach erwischte es noch fünf weitere Übungsleiter: Thorsten Nehrbauer (Bonn), Alexander Voigt (Wuppertal), Imke Wübbenhorst (Lotte), Stefan Vollmerhausen (Aachen) und Michael Burlet (Wegberg-Beeck).

Andreas Zimmermann ist Trainer Nummer 34

Anfang Mai war nach der 1:6-Pleite beim FC Schalke 04 II bereits der Abgesang auf die Ahlener eingeläutet worden. Die Rot-Weißen waren auf den letzten Platz abgerutscht. Die Formkurve zeigte nach unten, die Zimmermann-Truppe hatte sechs Spiele in Folge nicht mehr gewinnen, bis zu jenem 8. Mai überhaupt erst vier Saisonsiege einfahren können.

Doch dann starteten die Ahlener durch, feierten in den letzten vier Spielen ebenso viele Siege wie in den 36 Spielen zuvor insgesamt, nämlich vier. Dennoch waren acht Siege das Minimum in der Liga. Nur Absteiger Bergisch Gladbach siegte ebenfalls achtmal. Allerdings teilte Ahlen sich 14-mal die Punkte und avancierte damit fast zum Remis-König der Liga. Lediglich der SC Wiedenbrück spielte häufiger unentschieden (17).

Auffällig war auch die Vielzahl der knappen Niederlagen. Elf der 18 Schlappen gingen nur mit einem Tor Unterschied verloren, lediglich gegen Borussia Dortmund II (0:6) und Schalke 04 II (1:6) ging Ahlen mit mehr als vier Toren Differenz unter. Auch die späten Gegentore waren charakteristisch für das Ahlener Spiel. 21 wurden in der Schlussviertelstunde registriert, kein anderer Regionalligist ließ ab Minute 76 mehr Gegentore zu.

Die Torbilanz von 8:21 war die schwächste der Liga. Schon zu Beginn der 2. Halbzeit hatten die Rot-Weißen große Probleme, kamen von der 46. bis 60. Minute nur auf einen Torsaldo von 3:14, was zwischen der 61. und 75. Minute mit 16:5 wieder kompensiert wurde.

Mai und Holldack mit dem Torriecher

Fast ein Viertel (12) der 50 Tore erzielte das Duo Sebastian Mai (7) und Jan Holldack (5). Vom Punkt war die Bilanz völlig makellos, alle vier Strafstöße wurden ver-wandelt. Das schafften nur noch Wegberg-Beeck (3), Bonn (3), 1. FC Köln II (2) und Straelen (2). Allerdings verursachte die RWA-Defensive acht Elfmeter, wovon sieben verwandelt wurden. Nur gegen Düsseldorf II wurden mehr verhängt (9).

Dass die Ahlener Spiele meist für Unterhaltung sorgten, ist auch an der Torausbeute in Partien mit Rot-Weißer Beteiligung abzulesen. 2,98 Treffer wurden registriert, die viertmeisten in der Liga. 25 Prozent aller Ahlener Spiele endeten mit fünf und mehr Toren (10/40) – ein Spitzenwert.

Startseite
ANZEIGE