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Handball: 3. Liga

Kaum Zeit zum Luftholen – HLZ Ahlener SG siegt mit 38:33

Ahlen

Die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG haben das Vollgas-Spiel beim Team Handball Lippe II mit 38:33 (17:19) für sich entschieden. Die Angriffsleistung war ein Schlüssel zum Erfolg. „Der andere war die Abwehr“, sagte Trainer Freddi Neuhaus.

Von Harald Hübl

Freie Bahn: Ahlens Moritz Frenzel traf gleich zehn Mal. Foto: Wegener

Wenn 71 Tore in 60 Minuten fallen, dann bleibt kaum Zeit, Luft zu holen. Nicht als Spieler und auch nicht als Fan. Die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG haben das Vollgas-Spiel beim Team Handball Lippe II mit 38:33 (17:19) für sich entschieden.

Auch Trainer Freddi Neuhaus musste nach dem Abpfiff erstmal tief durchatmen. Seine Mannschaft lag 11:9 (20.) und 12:10 (22.) in Führung, verpasste es aber den Vorsprung auszubauen. „Wir haben in dieser Phase zu früh abgeschlossen, da waren wir wieder zu überhastet“, kritisierte er. So glichen die Gastgeber zum 12:12 (24.) aus und erspielten sich bis zur Pause eine 19:17-Führung.

Bis dahin war Neuhaus mit dem Spiel seiner Mannschaft nicht zufrieden. „Mit der Kabinenluft hier in Augustdorf kann man aber arbeiten“, sagte er augenzwinkernd in Anspielung auf das Spiel in der Vorsaison, als seine Mannschaft einen Sieben-Tore-Rückstand aufgeholt hatte.

Nach dem Wiederanpfiff war die HLZ-Sieben konzentrierter und zielstrebiger. In der 35. Minute glich sie zum 21:21 aus, drei Minuten später brachte David Spiekermann seine Mannschaft mit 23:22 in Front. Und die Führung verteidigten die Wersestädter trotz großer Gegenwehr und dem Manko, dass Marvin Michalczik kurz vor dem Halbzeitpfiff die rote Karte wegen Foulspiels erhalten hatte.

Die Angriffsleistung war ein Schlüssel zum Erfolg. „Der andere war die Abwehr“, sagte Neuhaus. „Es war ganz schwer, sich auf diese quirlige und spielstarke Mannschaft vorzubereiten.“

Deshalb entschied sich Neuhaus für das Prinzip Lücke. Die beiden Rückraumspieler Hark Hansen und Thomas Houtepen legte er an die kurze Leine, machte das Zentrum dicht. Dafür hatten die Außen mehr Freiräume. „Das Konzept ist aufgegangen“, freute sich Neuhaus über den gelungenen Schachzug.

Mit dem 30:27 (47.) hatten die Ahlener den Weg zum Sieg bereitet. Der hätte in Unterzahl noch einmal in Gefahr geraten können, doch der zurückgekehrte Sven Kroker zog den Gastgebern gleich zweimal den Zahn. Die Partie endete wie sie begonnen hatte. Mit Vollgas-Handball. Am Ende siegte Ahlen mit 38:33. Und nach dem Abpfiff mussten alle erstmal tief Luft holen: Spieler und Fans.

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