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Fußball: Kreisliga A

Konkurrenz hat SG Sendenhorst auf dem Zettel

Sendenhorst

Ob es Vorschusslorbeeren sind oder taktische Manöver? Auf alle Fälle haben die Konkurrenten aus Sassenberg und Handorf die SG Sendenhorst mit in den Favoritenkreis für die Saison 2021/22 aufgenommen. Aus Überzeugung. Und zu Recht, wie dessen Trainer meint – und es erklärt.

Von Uwe Niemeyer

Soll seinen Teil dazu beitragen, dass die SG Sendenhorst der ihr zugedachten Favoritenrolle auch gerecht wird: Torjäger Marcel Brillowski (links), einer von sechs Neuzugängen beim A-Ligisten. Foto: Simon Beckmann

Die Konkurrenz horcht auf, beobachtet die Entwicklung bei der SG Sendenhorst aufmerksam und mit Erwartungen. Denn beim Fußball-A-Ligisten wurden die Erkenntnisse aus der zurückliegenden Kurz-Saison und aus der Pandemie-Pause genutzt. Denn die SG hat aufgerüstet, geht mit einem halben Dutzend neuer Spieler in die kommende Spielzeit. Dann zumindest in der Staffel A 1 als Mitfavorit.

„Ich hatte die Mannschaft schon im vergangenen Jahr auf der Rechnung. Jetzt sowieso. Sie haben die richtigen Hebel betätigt, die Breite, die sie nicht hatten, hergestellt. Außerdem halte ich viel von Florian Kraus“, zollt Christian Hölker, Coach des TSV Handorf, seinem Kollegen und dessen Team viel Anerkennung.

Daniel Strotmann, Sportlicher Leiter VfL Sassenberg

Wie auch Daniel Strotmann vom VfL Sassenberg, neben dem TSV ein weiterer Titelanwärter. „Die SG habe ich generell auf dem Schirm. Deshalb beobachte ich mit Interesse, was sich dort tut. Und da hat man sich gut verstärkt“, ordnet der Sportliche Leiter der Hesselstädter den Mitbewerber ein und fügt ein weiteres Plus an, was dem SG-Team einen Platz im Favoritenkreis beschert: „Florian Kraus hat schon als Spieler gute Leistungen abgeliefert. Und diesen Ehrgeiz hat er als Trainer mitgenommen.“ Auch deshalb ergänzt Hölker klipp und klar: „Ich würde das Trio aus Sassenberg, Sendenhorst und Handorf in einem Atemzug nennen, wenn es um die Spitze geht.“

Und der Betroffene? „Klar werden wir von den anderen Vereinen als Konkurrenz wahrgenommen. Das ist in Ordnung so. Schließlich hatten wir auch vorher schon keine schlechte Mannschaft“, kann Florian Kraus die Meinung verstehen: „Denn wir sind nicht schlechter geworden.“

Mehr Qualität in der Breite

Dafür sorgen Torjäger Marcel Brillowski von Fortuna Walstedde und dessen bisheriger und kommender Teamgefährte und Abwehrspieler Nico Rosendahl sowie der Ex-Albersloher Jannick Horstmann nach seinem jüngsten Abstecher nach Warendorf. Neben Patrick Schröter, der aus der U19 der WSU kommt, reihen sich auch die Brune-Brüder Jonas und Tobias, der zuletzt in Drensteinfurt zu keinem Landesliga-Einsatz kam, ein. „Wir haben damit auch in der Breite zugelegt, können somit Ausfälle kompensieren“, so Kraus. Denn der 34-jährige hat die Kurz-Saison nicht vergessen. Nur zwei Siege in sechs Spielen – gerade mal acht Zähler – waren zu wenig. „Das ist auch ein Teil der Wahrheit. Wir sind hinter unseren Erwartungen geblieben“, gesteht Kraus erfrischend offen. Aber auch, dass am Westtor die Gründe dafür ausgemacht wurden.

Gerull kehrt nach Vellern zurück

Und (wohl) behoben. Zumal der Kader, der seit nahezu drei Jahren zusammen ist, auch zusammen bleibt. Lediglich Linus Gerull zieht es zu seinem Heimatverein RW Vellern. Das verbliebene Aufgebot hat derweil viel vor. „Wir sind schon ernsthaft dabei“, gesteht Kraus, dass die SG bereits und künftig dreimal pro Woche trainiert. Zunächst mit höheren Athletikanteilen, um Verletzungen nach rund sieben Monaten ohne Fußball vorzubeugen. Auch das erste Freundschaftsspiel steht mit der Begegnung am 22. Juni gegen den SV Drensteinfurt fest. Einfach, um endlich wieder Praxis zu sammeln. Nicht nur intern. Punkte sollen dann ab Ende August her. „Wir wollen besser sein als im letzten Jahr. Ich halte viel von der Mannschaft. Nach oben gibt es da keine Grenzen. Aber es muss alles stimmen“, blickt Florian Kraus nach vorne, ohne ein klares Ziel zu formulieren: „Ich traue ihr alles zu.“ Spätestens jetzt ist er wieder mit der Konkurrenz vom VfL Sassenberg und dem TSV Handorf einer Meinung.

Florian Kraus, Spielertrainer SG Sendenhorst

Und auch mit einer weiteren Einschätzung und mit Blick auf die Staffelgröße von zwölf oder 13 Teams: „Man darf sich keine Fehler erlauben.“ Bei der SG Sendenhorst ist man gewarnt – und wohl auch gewappnet.

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