1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Langer Atem zahlt sich aus: BSV holt Mittelblockerin

  8. >

Volleyball: Pia Schulte-Döinghaus nach Ostbevern

Langer Atem zahlt sich aus: BSV holt Mittelblockerin

Ostbevern

Der BSV Ostbevern vermeldet seinen vierten Neuzugang: Pia Schulte-Döinghaus kommt von Blau-Weiß Aasee. In Stralsund hat sie Zweitliga-Erfahrungen gesammelt. BSV-Trainer Dominik Münch brauchte einen langen Atem, um die Mittelblockerin nach Ostbevern zu holen.

An der Ostsee, in Stralsund, spielte Pia Schulte-Döinghaus zwei Jahre lang in der 2. Bundesliga. Foto: C. Rödel

Geduld haben, dranbleiben, immer wieder nachfragen – dann bekommt man irgendwann auch seine Wunschspielerin. Und wenn es drei Jahre dauert: So lange blieb BSV-Trainer Dominik Münch hartnäckig, ehe er Pia Schulte-Döinghaus doch noch überredete. 2018 hatte er zum ersten Mal angefragt und seitdem regelmäßig. „Wir standen jedes Jahr in Kontakt, das war auch immer sehr nett“, sagt Münch. Jetzt hat’s geklappt: Die zweitligaerfahrene Mittelblockerin wechselt zur neuen Saison nach Ostbevern zum Absteiger in die 3. Liga.

Schulte-Döinghaus hatte schon vorher Interesse, war 2018 bereits Gast bei einem BSV-Training. „Das war mir bislang aber zu viel Aufwand, weil ich mich erst auf meine Ausbildung konzentrieren wollte“, sagt die 23-Jährige. Mittlerweile hat die Münsteranerin die Prüfungen zur Steuerfachangestellten erfolgreich abgeschlossen. „Jetzt hab ich endlich den Rücken frei für Volleyball und richtig Bock, wieder anzugreifen“, wird sie in einer BSV-Mitteilung zitiert.

Beim ASV Senden groß geworden

Groß geworden ist Schulte-Döinghaus beim ASV Senden – einem Verein, der für seine gute Jugendarbeit bekannt ist. Dort spielte sie auch in der 3. Liga. 2016 zog sie wegen eines BWL-Studiums nach Stralsund und schaffte bei den Wildcats den Sprung ins Zweitliga-Team. Sportlich war alles top, nur das Studium gefiel ihr nicht, teilt der BSV mit. So kehrte sie 2018 ins Münsterland zurück, half nach einer kurzen Volleyball-Pause in Senden aus und ging 2019 zu Blau-Weiß Aasee.

Dort hätte Schulte-Döinghaus ebenfalls 3. Liga spielen können. Warum also der Wechsel zum Ligakonkurrenten? Ganz einfach: „Dominik hatte immer wieder gefragt, und jetzt haben wir gesagt: ,Wir machen es’.“

Nur noch eine Baustelle im Kader

Schulte-Döinghaus ist Neuzugang Nummer vier beim BSV nach Rückkehrerin Sophia Eggenhaus, Esther Spöler und Hannah Hattemer (alle vom Zweitligisten Skurios Volleys Borken). Der Kader für die Saison 2021/22, die Mitte Oktober beginnt, umfasst jetzt zehn Spielerinnen. Auf allen Positionen ist Ostbevern stark und ausreichend besetzt, es gibt nur noch eine Baustelle: das Zuspiel.

Die sportliche Zukunft der bisherigen Stellerinnen Lea Dreckmann und Mari Peters ist noch nicht abschließend geklärt. Münch sagt: „Da müssen wir noch etwas Geduld haben.“ Das hat der Trainer ja gelernt bei Pia Schulte-Döinghaus.

Startseite