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Leichtathletik

LG Ems: Mit neuem Modell zurück in die Spitze

Kreis Warendorf

Die Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Ems Warendorf hat ein neues Trainingskonzept entwickelt, mit dessen Hilfe die Talente aus den zugehörigen Vereinen besser gefördert und gefordert werden.

Carsten Hohmann

Auf dem Sprung: LG-Athlet Justus Lakemper.   Foto: LG Ems Warendorf

Erarbeitet wurde das neue Modell von den Verantwortlichen der LG Ems bereits Ende des vergangenen Jahres. Im November erfolgte die Abstimmung mit den Vereinen aus Warendorf, Sassenberg, Füchtorf, Freckenhorst und Everswinkel. Nur umgesetzt werden konnte das Ganze eben noch nicht wegen Corona.

„Wir wollen wieder stärker auf den Leistungsgedanken setzen, insbesondere bei Talenten“, sagt Udo Lakemper, Vorsitzender der LG Ems. In den vergangenen Jahren hätten die Athleten aus der Gemeinschaft bei überregionalen Wettkämpfen kaum noch eine Rolle gespielt – obwohl die LG Ems anno dazumal ja gegründet wurde, um die Kräfte zu bündeln und aus guten Nachwuchs-Athleten noch bessere zu machen.

Das Konzept sieht vor, dass es nur noch eine Trainingsgruppe für leistungswillige Talente von der Ems ab der Altersklasse U 16 gibt, in Ausnahmefällen dürfen aber auch U 14-Junioren zu der Gruppe stoßen.

Lakemper schafft es in den Westfalen-Kader

Voraussetzung für alle ist: Viermal in der Woche ist Training angesagt. Um den selbstgesteckten Ambitionen gerecht zu werden, hat die LG Ems Warendorf den Trainerstab für die Leistungsgruppe erweitert: Diplom-Sportlehrerin Tanja Donath sowie B-Lizenz-Trainerin Leonie Große stoßen zum Team der Übungsleiter, dessen Kopf nach wie vor Birgit Lechner ist. 16 Nachwuchskräfte zählen zunächst zu der Leistungsgruppe. Einer davon: Justus Lakemper (16). Mit ihm hat es erstmals seit sechs Jahren mal wieder ein Athlet der LG Ems in den Westfalen-Kader geschafft. Ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Die Leichtathletik-Gemeinschaft ist aktuell doppelt gekniffen: Denn der Verein trainiert im Normalfall auf dem Gelände der Bundeswehr-Sportschule. Dort dürfen momentan aufgrund des Infektionsschutzes keine Außenstehenden trainieren, weshalb die LG Ems auf städtische Anlagen ausweichen müsste – sofern es von der Politik grünes Licht geben würde. „Leider ist Warendorf da schlecht aufgestellt, es gibt keine Kunststoff- oder Tartanbahn“, sagt Lakemper. Er fügt hinzu: „Das ist schon ein Standortnachteil gegenüber anderen Vereinen aus der Region.“

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