1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Marek Ratering gesteht: „Hätte Bock aufzusteigen“

  8. >

Fußball: Kreisliga A

Marek Ratering gesteht: „Hätte Bock aufzusteigen“

Sendenhorst

Und plötzlich ist es an der Spitze der Kreisliga A1 wieder eng und kuschelig geworden. Mittendrin die SG Sendenhorst. Vor allen Dingen, weil der Torjäger seinen Auftrag optimal erfüllt hat.

Von Uwe Niemeyer

Ob das Handzeichen ein klares Signal ist? Auf alle Fälle haben sich Marek Ratering (l.) und die SG Sendenhorst im Kampf um Platz eins ins Gespräch gebracht. Foto: Simon Beckmann

Plötzlich stand Marek Ratering am vergangenen Sonntag im Mittelpunkt. Mit seinem Doppelpack sorgte der 27 Jahre junge und 192 Zentimeter große Stürmer dafür, dass die SG Sendenhorst dem Tabellenführer TSV Handorf ein Bein stellte, mit dem 2:1 die erste Saisonniederlage zufügte. Gleichzeitig schob sich die Elf von Spielertrainer Florian Kraus und dessen „Co“ Stefan Putze in der Fußball-Kreisliga A1 nach vorne. Zwei Punkte hinter Primus Blau-Weiß Beelen (27), einen Zähler hinter dem TSV (26) sowie gleichauf (beide 25) mit dem VfL Sassenberg. Eine interessante und motivierende Situation, wie der Performance-Manager nach seiner ganz persönlichen Performance im Interview verrät. Aber auch ziemlich geheime Wünsche.

Mit zwei Toren haben Sie die SG Sendenhorst zurück ins Titelrennen geschossen. Ein gutes Gefühl?

Marek Ratering: Auf jeden Fall. Für uns waren das wichtige drei Punkte. Dabei ist mir völlig egal, ob ich ein oder zwei Tore erziele. Wichtig ist, dass wir als Team performen und zusammenhalten. Das haben wir getan. Der Sieg war keine Einzelleistung. Auch ich musste mir eine Ansage gefallen lassen, als ich in der 70. Minute nachgelassen habe. Aber das gehört dazu, wenn man etwas erreichen will.

Was ist der Sieg denn nun wert?

Ratering: Ich hoffe, dass wir noch zwei Spiele absolvieren dürfen. Wenn nicht, sorgt das 2:1 auf alle Fälle für ein gutes Gefühl, mit dem wir in die Winterpause gehen können. Wir haben gezeigt, dass wir jeden schlagen können. Auch bis dahin Ungeschlagene.

Waren Sie erstaunt, dass die SG mit dem bisher ungeschlagenen Tabellenführer mithalten und ihn sogar bezwingen konnte?

Ratering: Nein! Ganz klar, nein. Ich war nicht verwundert. Wir wissen, was für ein Potenzial in uns steckt. Da sind diese drei Punkte richtig gut für die Motivation. Zumal es in der Liga oben so eng ist.

Wie sehr schmerzen dann die Punktverluste beim 1:2 in Westbevern oder beim 1:1 in Füchtorf? Dadurch fehlen allein vier Punkte ...

Ratering: Nicht sonderlich. Solche Spiele und Ergebnisse gehören vielmehr zu einem Lernprozess einer Mannschaft dazu. Wir haben zwar erfahrene, aber auch eine Reihe junger Spieler in unseren Reihen. Vielmehr sind solche Ergebnisse auch gut, um wieder einen neuen Gedankenanstoß zu bekommen, wachgerüttelt zu werden. Wer fällt, muss wieder aufstehen. Das haben wir in den letzten drei Spielen, die wir allesamt gewonnen haben, dann auch getan.

Aber jetzt warten mit der WSU-Reserve und dem SC DJK Everswinkel auch wieder nicht gerade Top-Teams der Liga. Lauert da erneut die Gefahr, die Aufgabe zu unterschätzen?

Ratering: Eine berechtigte Frage. Wir müssen uns vor Augen führen, dass wir nicht weniger machen, nicht nachlassen dürfen. Nicht ein Stück. Das führt uns unser Trainer Florian Kraus aber auch jede Woche im Training vor Augen. Jetzt müssen wir zeigen, dass wir aus den Spielen gegen den SV Ems Westbevern und SC Füchtorf gelernt haben.

In der Liga ist Halbzeit, die Hinrunde ist nach elf Begegnungen beendet. Die SG Sendenhorst weist nur zwei Punkte Rückstand auf Platz eins auf. Geht da im zweiten Saisonteil noch was?

Ratering: Ich weiß nicht, wie ich das beantworten soll. Natürlich träumt man davon, wenn man wie wir schon länger oben mitspielt, einmal etwas zu holen. Vielleicht können wir aber zunächst den einen oder anderen oben noch ärgern, der sich schon zu sicher gefühlt hat. Und dabei geht es einfach darum, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Grundsätzlich hätte ich Bock aufzusteigen. Aber die Konkurrenten sind schon sehr stark.

Startseite
ANZEIGE