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Handball: Europameisterschaft der U17-Juniorinnen

Marie Michalczik steht mit DHB-Auswahl im Halbfinale

Ahlen

Die Medaille ist jetzt zum Greifen nah: Mit einem 20:18-Sieg über Dänemark haben Marie Michalczik und die DHB-Juniorinnen die Hauptrunde bei der U17-Europameisterschaft überstanden und stehen nun am Freitagabend (20 Uhr) im Halbfinale gegen Frankreich.

Henning Tillmann

Jubelpose: Den Halbfinaleinzug bei der Handball-Europameisterschaft der U 17 feierten Marie Michalczik und die Deutsche Nationalmannschaft. Foto: Robby Kunze

Es ist der wohl größte Erfolg in der noch jungen Karriere der gebürtigen Ahlenerin und auch für den Deutschen-Handball-Bund im Jahr der Frauen-WM ein starkes Zeichen. Schließlich ist der jetzige Einzig in die Vorschlussrunde die erste Semifinalteilnahme bei einer U17-EM seit 2001. „Glückwunsch und Respekt an die Mannschaft. Sie hat sich den Halbfinaleinzug sehr verdient. ... Die Mannschaft hat heute richtige Charakterstärke bewiesen”, zitiert die verbandseigene Homepage dhb.de den Chef-Bundestrainer Maik Nowak .

Beruhigende Halbzeitführung

Sein Team hatte zuvor gegen einen starken Gegner großem Druck standgehalten. Denn trotz der Tatsache, dass die DHB-Auswahl bisher noch keine Partie bei der EM verloren hat und mit +2 Punkten in die Hauptrunde eingezogen war, bedeutete das 25:25 gegen die ebenfalls ungeschlagenen Ungarn im ersten Hauptrundenspiel, dass sich die Deutschen gegen Dänemark keinen Ausrutscher erlauben durften. Dementsprechend nervös geriet der Start. Das galt allerdings für beide Teams.

Nach einer Viertelstunde lagen Michalczik und Co. zunächst mit drei Toren vorne (6:3) und gingen schließlich sogar mit einer relativ souveränen 12:7-Führung in die Pause. Auch die zweite Hälfte verlief trotz einer sechsminütigen Torflaute zu Beginn hoffnungsvoll. 18 Minuten vor dem Ende lag das DHB-Team immer noch mit 16:10 in Führung. Geschlagen aber waren die Däninnen nicht. Nach weiteren zehn Minuten, in denen den Deutschen kein Tor gelingen wollte, drohte die Partie beim Stand von nur noch 16:15 zu kippen.

Nervenstärke zum Schluss sichert den Sieg

Dann kam die vom Bundestrainer so gelobte Charakterstärke seiner Mannschaft zum Tragen: Nachdem Dana Bleckmann per Siebenmeter auf 17:15 erhöht hatte, traf Marie Michalczik – ausgerechnet mit ihrem einzigen Tor in diesem Spiel – zum 18:15. Ein weiteres Mal kam Dänemark drei Minuten vor dem Ende bis auf eine Treffer heran (18:17) und erneut standen Bleckmann und Michalczik im Mittelpunkt. Ein starkes Anspiel der Ahlenerin auf ihre Teamkameradin führte zum 20:17. Den Rest besorgte die deutsche Torhüterin Charles Zenner mit zwei Paraden.

Halbfinale gegen Frankreich am Freitag

Damit war das Ticket für das Halbfinale gebucht, in das die Deutschen als Gruppenzweite einziehen, weil parallel Ungarn ebenfalls gewann (25:19 gegen Russland) und das bessere Torverhältnis hat. Die Ungarn spielen nun am Freitag bereits um 17.30 Uhr gegen Norwegen, anschließend Deutschland gegen Frankreich.

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