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Handball: 3. Liga

Neuhaus will Fehlerquote trotz Tempo senken

Ahlen

Handball-Drittligist HLZ Ahlener SG befindet sich in der Vorbereitung auf die Saison 2022/23. Im Interview blickt Trainer Frederik Neuhaus auf die abgelaufene wie auf die anstehende Spielzeit.

Von Harald Hübl

Hat sein Team schon wieder um sich geschart: Frederik Neuhaus (Mitte) und seine Drittliga-Mannschaft vom HLZ Ahlener SG sind in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Auch dank starker Neuzugänge sieht der Trainer die ASG gut gerüstet. Foto: Wegener

Die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG sind in die Vorbereitung eingestiegen. Grund genug, sich mit Trainer Frederik Neuhaus über das Abschneiden seiner Mannschaft in der Vorsaison, den weiteren Umbau und die Ziele für die neue Serie zu unterhalten.

War die Pause zwischen der Pokalrunde und dem Trainingsauftakt überhaupt lang genug?

Neuhaus: Wir haben nach dem Saisonende noch locker weiter trainiert und dann 14 Tage Pause gemacht. Das hat den Jungs gutgetan.

Sind die Akkus jetzt wieder voll?

Neuhaus: Ja. Alle haben wieder Bock auf Handball. Und so richtig die Füße hat in der Urlaubszeit auch keiner hochgelegt. Alle sind fit.

Platz sechs und damit den Einzug in die Pokalrunde haben Sie erreicht. Zufrieden?

Neuhaus: Auf jeden Fall. Wir hatten die Mannschaft umgebaut und sie massiv verjüngt. Gleich elf Spieler aus der Jugend haben ihr Drittliga-Debüt gegeben. Es ist zwar am Ende noch etwas enger geworden, als es hätte sein müssen, aber das ist der Unerfahrenheit der Mannschaft geschuldet. Also völlig normal.

Im Großen und Ganzen lief das Spiel rund, aber es gab auch eine Problemzone: den rechten Rückraum. Warum war dem in der letzten Runde so?

Neuhaus: Das lag an den Verletzungen der beiden Linkshänder Matthias Schwalbe und Alexander Jungeilges. Matthias war verletzt und brauchte die erste Saisonhälfte, um wieder fit zu werden und den Anschluss zu finden. Und Alexander hatte immer wieder mit verschiedenen Verletzungen zu kämpfen, sodass wir gezwungen waren, mit einem Rechtshänder auf der Position zu spielen. Das hat anfangs gut geklappt, doch mit zunehmender Spielzeit haben sich die Gegner darauf eingestellt. Sie haben sich dann mehr zur Mitte und links verschoben, sodass es dort für uns enger wurde.

Alexander Jungeilges, Niklas Seifert und Dimity Stukalin sind nicht mehr dabei. Deshalb ist das HLZ auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Zwei Neuzugänge und ein halber sind mit der Verpflichtung von Shawn Pauly, Sebastian Damm und Marvin Michalczik zu verzeichnen. Warum sind sie die Richtigen für Ahlen?

Neuhaus: Shawn ist ein Rückraumrechter, den wir schon lange auf dem Schirm hatten. Er ist ein junger, gut ausgebildeter, sympathischer Spieler, der perfekt in unsere Mannschaft passt. Sebastian ist der kleine große Bruder von unserem Kreisläufer Julian. Er ist etwas kleiner als er, aber der Ältere. Spaß beiseite: Sebastian konnte als Vollprofi beim Bergischen HC sein Studium nicht durchziehen, deshalb ist er zu uns gewechselt. Er ist gelernter Linksaußen, kann aber auch variabel im Rückraum eingesetzt werden. Mit seiner Erstligaerfahrung wird uns weiterhelfen. Marvin ist eher ein alter Bekannter als ein Neuer. Er ist eine gute Ergänzung zu David Wiencek. Marvin ist der Stratege im Aufbau. David der Intuitive. Damit sind wir im Spielaufbau variabler.

Mit den Neuzugängen steigert sich die Qualität des Kaders. Wie wird die spielerische Ausrichtung sein?

Neuhaus: Wir werden unser Tempospiel weiter vor­antreiben. Ziel ist es, die durch die Schnelligkeit bedingte Fehlerquote zu senken. Die war zu hoch. Wir haben dadurch zu viele einfache Gegentore bekommen. In Abwehr und Angriff werden wir das moderne, kreative Spiel weiter forcieren, dafür haben wir durch die Neuzugänge auch die Spieler, das haben die ersten Einheiten schon gezeigt.

Wo wird das HLZ-Team am Ende landen?

Neuhaus: Es ist noch zu früh, das zu sagen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die neue Staffel eine reine NRW-Liga ist, die extrem stark besetzt ist. Ich denke, Emsdetten und Krefeld werden ganz vorne sein. Aber auch Longerich, Schalksmühle und Opladen werden da ein Wörtchen mitreden. Wo wir uns einreihen, kann ich noch nicht sagen.

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