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Fußball: Regionalliga West

Nicht clever genug: RW Ahlen verliert beim FC Wegberg-Beeck

Ahlen

Rot-Weiß Ahlens Chancen auf den Klassenerhalt schwinden zusehends. Beim FC Wegberg-Beeck gab es eine knappe Niederlage für den Tabellenletzten. Dabei hatte der stark begonnen. Doch ausgerechnet ein nicht gegebenes Abseitstor leitete die Wende ein.

Cedric Gebhardt

Romario Wiesweg mit einer artistischen Einlage. Aufgrund der 1:2-Niederlage war das letztlich brotlose Kunst. Foto: Marc Kreisel

So schön der Punkt in der Vorwoche gegen Borussia Dortmunds U23 auch gewesen sein mag – beim FC Wegberg-Beeck musste RW Ahlen eine 1:2-Niederlage hinnehmen.

Trotz erneut großen Aufwands kam einmal mehr viel zu wenig dabei herum für die Mannschaft von Andreas Zimmermann. Die knüpfte zunächst an die starke Leistung gegen den BVB an. Bereits nach acht Minuten kam Romario Wiesweg per Kopfball nach Flanke von Timon Schmitz zu einer ersten Chance für die Gäste. Die Partie war noch keine Viertelstunde alt, da gingen die Ahlener sogar in Führung.

Wirkungstreffer vor der Halbzeit

Balleroberung von Timon Schmitz im Mittelfeld, Pass zu Jan Holldack und der servierte für Phillip Aboagye. Der ließ zwei Gegenspieler aussteigen und vollendete zum 1:0 (14.) für RWA. Die Hausherren antworteten umgehend, doch Jannik Mause erwischte in der 16. Minute nur den Pfosten.

Die Ahlener blieben weiter am Drücker, kamen nun durch Gianluca Marzullo (18./20.) zu zwei Chancen. Einmal schob der Stürmer nach Aboagye-Flanke freistehend am Tor vorbei, beim zweiten Mal setzte er eine Pihl-Hereingabe als Flugkopfball neben das Gehäuse. In der 23. Minute hatte Marzullo kurzzeitig den Torjubel auf den Lippen. Doch Schiedsrichter Cedric Gottschalk verweigerte einem möglichen 2:0 die Anerkennung – Abseits. „Aus meiner Sicht war das kein Abseits, aber der Schiri hat wohl noch mal im Kölner Keller gefragt“, reagierte RWA-Trainer Andreas Zimmermann mit Galgenhumor. Hatten sich die Ahlener aus Sicht ihres Übungsleiters bis dahin „genau an die Marschroute gehalten“, bauten sie nun „den Gegner ein Stück weit auf“. Die Ahlener spielten nun nicht mehr ganz so zielstrebig wie zuvor. Das bestätigte auch Romario Wiesweg: „Nach dem nicht gegebenen Tor hatten wir einen Bruch im Spiel.“

Und statt mit einer 1:0-Führung ging es für die Gäste mit einem 1:1 in die Kabine. Direkt vor der Halbzeit schlug Wegberg-Beeck einen Ball weit nach vorne. Die Innenverteidiger Rene Lindner und Mohamed El Bouazzati konzentrierten sich auf Shpend Hasani und Linksverteidiger Daniel Francis verlor vernachlässigte Jannik Mause – der bedankte sich mit dem 1:1-Ausgleich (45.).

Zu wenige Chancen

Kurz nach Wiederanpfiff setzte es gleich den nächsten Nackenschlag. Ballverlust Francis und Kollege El Bouazzati wusste sich nur mit Trikotzerren zu helfen – die Folge: Elfmeter für den FC. Shpend Hasani verwandelte sicher zum 2:1 (55.) für die Gastgeber. Die Rot-Weißen rannten beharrlich weiter an, kamen noch per Kopfball von Rene Lindner (67.) und durch den eingewechselten Sebastian Mai (69.) zu zwei Gelegenheiten. Das aber war es dann. Erst in der Nachspielzeit wurde es noch mal turbulent.

Zunächst verpasste Benyamen Malekzadeh das 3:1 (90.+2). Er traf nach einem schnell vorgetragenen Konter, bei dem er Rene Lindner und Bennet Eickhoff überrumpelte und Bernd Schipmann umspielte, nur den Pfosten.

Kurz darauf hätte mit etwas Glück noch das 2:2 für RWA drin sein können. Doch Kevin Kahlert scheiterte aus kurzer Distanz am FC-Torwart Stefan Zabel. So blieb es beim 1:2 aus Ahlener Sicht.

„Jeder hat sich reingehauen. Kämpferisch kann man uns echt keinen Vorwurf machen, aber unter dem Strich hat uns in den entscheidenden Situationen wieder die Cleverness gefehlt“, räumte Romario Wiesweg ein.

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