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Handball: HLZ Ahlener SG

Oberliga für alle!

Ahlen

Sechs auf einen Streich: Alle Leistungsteams des HLZ Ahlener SG gehen in der kommenden Spielzeit in der Oberliga an den Start. Auch bei der männlichen A ist der latente Quali-Frust der Vorfreude auf eine Saison gewichen, an deren Ende die Meisterschaft stehen soll.

Von Niklas Groß

Sprung geschafft: Die männliche B-Jugend des HLZ Ahlener SG passierte das Nadelöhr Qualifikation und sicherte sich eines der sechs begehrten Tickets für eine Spielzeit in der Oberliga.

Da darf schon ein bisschen Wehmut aufkommen: Am Wochenende schlüpfte die männliche A-Jugend des ASV Hamm-Westfalen durch die bundesweite Quali noch in die Jugend-Bundesliga. Ein Ort, an dem auch das HLZ Ahlener SG hätte stehen können, bedenkt man, dass beide direkte Duelle in der Quali jeweils mit nur einem Tor an den Lokal-Kontrahenten gingen. „Die Jungs brauchten ein bisschen, um das zu verkraften“, sagt Trainer Sebastian Supenkamp, was ihn aber nicht davon abhält, gleich neue Ziele zu formulieren: In der Oberliga soll es die Meisterschaft sein. „Das muss, wenn du so knapp aus der Quali fliegst.“ Das Niveau der Liga sei höher als im letzten Jahr, wo in Ahlen, Hagen, LIT 1912 und eventuell auch Altenhagen-Heepen vier Bundesligisten der Vorsaison an den Start gingen.

Auch die weibliche A wusste in der Bundesliga-Quali zu überzeugen – für einen Platz im elitären Teilnehmerfeld langte es indes nicht, die Vergleiche auf Westfalen-Ebene gegen Minden-Nord und Lemgo gingen – wie bei den männlichen Pendants – denkbar knapp verloren. Nun also auch Oberliga-Vorrunde, in der sogar Bundesligisten warten könnten, weil ein Verein in der weiblichen Jugend für beide Spielklassen melden darf. Die Quali für die Oberliga-Endrunde sei „ein Muss“, sagt Trainer Robin Muer, die Spielerinnen schließlich hätten schon in der C- und B-Jugend Oberliga gespielt.

Die männliche B ist seit letztem Wochenende ebenfalls Oberligist. Nur sechs freie Plätze für ganz Westfalen standen zur Debatte, das HLZ zog sein Ticket in der Quali auf Verbandsebene mit einem Remis gegen Bielefeld-Jöllenbeck sowie Siegen über Werther Borgholzhausen und Hemer. „Oben angreifen“ will Trainer Yannik Ruschhaupt mit seinem Team, schließlich hat B-Jugend-Oberliga-Handball in Ahlen eine große Tradition. In einer Zehn-Jahres-Wertung liegt das HLZ hinter Minden, Lemgo und LIT auf Platz vier. „Ein toller Jahrgang“, schwärmt Sebastian Supenkamp, den Ruschhaupt als „sehr, sehr athletische Truppe“ charakterisiert, die „weniger über Masse, sondern mehr übers Köpfchen kommt“.

Die weibliche B hat es unter der Leitung von Hans-Joachim „Hansi“ Kutschmann in die Oberliga geschafft. Auf Kreisebene gab es – geschwächt von Corona – noch eine Niederlage gegen Soest, auf dem nächsten Level indes blieb das Team siebenmal ungeschlagen. Das Ziel? „Erstmal die Oberliga-Hauptrunde erreichen“, wie Kutschmann sagt, der nur zu gut weiß, wie schnell ein limitierender Faktor wie Corona ins Spiel kommen kann.

Spiel, Satz und Sieg hieß es für die männliche C. Ein Erfolg über den Hammer SC genügte für das Team von Martina Michalczik, um in die Oberliga-Vorrunde einzuziehen. „Wir wollen in die Endrunde kommen und da ganz gut mitperformen“, formuliert es Michalczik. „Und wir wollen die Kinder entwickeln.“

Die weibliche C schließlich, trainiert von Karin Kutschmann, hatte erst gar kein Quali-Spiel zu absolvieren. Weil die C in der Vorsaison um die Westdeutsche spielte, hatte das HLZ einen Oberliga-Bonusplatz. „Deshalb haben wir relativ wenig gespielt und wissen noch nicht so genau, wo wir stehen“, sagt Kutschmann und drückt es vorsichtig aus. „Wir möchten die Quali für die Endrunde schaffen.“

Für den Vereinssport ist derweil noch offen, in welchen Ligen die HLZ-Teams an den Start gehen. Hier muss der Handballkreis in vielen Fällen erst noch Mitteilung machen, wo welche Mannschaft starten darf. Ein ausführlicher Bericht folgt.

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