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Handball: Herren-Landesliga

Olympioniken in der Warteschleife: So nutzt Eintracht Dolberg die Zwangspause

Dolberg

Eintracht Dolbergs Landesliga-Handballer sind zum Nichtstun verdammt. Zumindest in der Gruppe. Individuell trainieren die Jungs von Trainer Andreas Schwartz. Was das weitere Saison-Geschehen in diesem Jahr angeht, hat er eine klare Meinung.

Cedric Gebhardt

Fleißig in der Vorbereitung: (v.l.) Julian Lauf, Simon Krabus und Carsten Funke. Foto: SVE Dolberg

„Nicht viel los gerade“, bekennt Andreas Schwartz. Das stimmt – zumindest in Bezug auf das sportliche Treiben seiner Mannschaft. Die Bezirksliga-Handballer von Eintracht Dolberg haben nach dem neuerlichen Lockdown den Trainings- und Spielbetrieb eingestellt.

Pokale für Trainingsfleiß

Um den Fitnesszustand zu erhalten, den sich sein Team im Rahmen der Vorbereitung erarbeitet hat, hat Schwartz seinen Spielern ein paar Aufgaben aufgetragen. „Im November müssen die Jungs insgesamt 50 Kilometer laufen und dazu noch einige Stabi-Übungen machen. Ihre Ergebnisse stellen sie dann in unsere eigene Runtastic-Gruppe, damit wir sie nachprüfen können“, sagt Schwartz. Im Sommer hatte sich das Team nach dem Aufstieg per Wildcard intensiv auf die gestiegenen Herausforderungen vorbereitet. Der SVE-Coach hatte extra eine Vorbereitungs-Olympiade ausgerufen, um sein Personal zusätzlich zu motivieren. Die drei jeweils Trainingsfleißigsten zeichnete er kürzlich im Rahmen des Übungsbetriebs mit kleinen Pokalen aus. Gold ging an Simon Krabus, Silber an Julian Lauf und Bronze gab es für Carsten Funke.

Doch kaum hat die Saison angefangen, ist sie auch vorerst wieder beendet. Den guten körperlichen Zustand nun zu halten, dürfte die Kunst der nächsten Wochen sein. „Ganz ohne Sport wäre es natürlich fatal. Wir müssen eben das Beste aus der Zeit machen“, sagt Schwartz.

Schwartz glaubt nicht mehr an Spiele in diesem Jahr

Er rechnet nicht mehr damit, dass in diesem Jahr noch Spiele stattfinden. „Mir fehlt die Vorstellungskraft, wie das gehen soll. Denn je länger wir nicht auf der Platte stehen können, desto länger brauchen wir auch zur Gewöhnung an die handballtypischen Bewegungen. Andernfalls wäre die Verletzungsgefahr viel zu groß. Außerdem setzen wir die Spieler einem viel zu großen Risiko aus“, so Schwartz. Da bis Ende November die Hallen geschlossen blieben, könne im Prinzip niemand erwarten, dass der Spielbetrieb im Dezember fortgesetzt werde.

„Alles andere wäre unvernünftig“, betont der Dolberger Trainer. Aus seiner Verärgerung über das Handeln des HV Westfalen macht er derweil keinen Hehl. „Aus meiner Sicht hat der Verband zu spät reagiert. Er hätte den Spieltag schon eher absagen müssen, hat aber vor der aktuellen Entwicklung die Augen verschlossen.“ Für die Zukunft hofft er auf mehr Weitblick der Funktionäre.

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