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Fußball: RW Ahlens Co-Trainer gibt Posten ab

Özkara geht schweren Herzens

Ahlen

Am Donnerstag steigt Regionalligist Rot-Weiß Ahlen wieder ins Training ein. Nur einer wird dann nicht mehr mit dabei sein: Orhan Özkara. Der 43-Jährige gibt auf eigenen Wunsch und aufgrund von beruflichen Gründen seinen Posten als Co-Trainer ab.

Von Henning Hoheisel

Jubeln zukünftig nicht mehr gemeinsam im Wersestadion: Orhan Özkara (links) ist ab sofort nicht mehr Co-Trainer an der Seite von Andreas Zimmermann bei Regionalligist RW Ahlen. Foto: Wegener

Wenn RW Ahlen seine Mannschaft am Donnerstag zum ersten Training des Jahres bittet, wird ein Mann fehlen: Orhan Özkara ist ab sofort nicht mehr als Co-Trainer beim Regionalligisten tätig. Und das auf eigenen Wunsch, der 43-Jährige tritt aus beruflichen Gründen kürzer. Ganz ohne Fußball kann Özkara aber auch nicht, ein neuer Club ist bereits gefunden.

Özkara war seit 2018 bei RWA Trainer

„Es war keine einfache Entscheidung für mich“, sagt Orhan Özkara über seinen Weggang aus Ahlen, wo er in seiner aktiven Laufbahn bereits gespielt hat und ab 2018 als Trainer tätig war. Erst bei der A-Jugend, seit November 2020 dann an der Seite von Andreas Zimmermann bei der Ersten. „Für Rot-Weiß wird es in der Konstellation auch erfolgreich weitergehen“, weiß Özkara seine bisherigen Aufgaben bei Christopher Nilius, ebenfalls Co-Trainer, und Torwarttrainer René Grabowski in guten Händen.

Der 43-Jährige, der in Münster lebt, ist gerade mit drei Partnern dabei, ein Startup-Unternehmen im Energiesektor zu etablieren. Ein Job, der mit der Zeit immer zeitaufwendiger wurde. Zu zeitaufwendig, um parallel noch den Aufgaben als Co-Trainer eines Regionalligisten nachzukommen. Zumal Özkara von nun an regelmäßig samstags beruflich nach Bremen reisen muss. Also genau am Regelspieltag für Viertliga-Partien. „Deshalb war es für mich nicht mehr möglich, das hohe, professionelle Pensum in Ahlen weiter zu leisten“, so Özkara.

Özkara neuer Coach bei Türkspor Dortmund

Für einen Landesliga-Club scheinen die Kapazitäten aber noch zu reichen. Denn nur wenige Tage nach der Verkündung seines Abschieds aus Ahlen wurde Orhan Özkara als Trainer bei Türkspor Dortmund präsentiert. „Der Verein hat schon länger Interesse gezeigt, jetzt war es ein perfekter Zeitpunkt“, so Özkara. Der Aufwand sei bei drei Einheiten pro Wochen und den Partien am Sonntag deutlich geringer.

Ob Rot-Weiß den Posten neu besetzt, ist bis dato noch nicht entschieden. „Wir haben ja auch noch einen Co- und Torwarttrainer und sind gut besetzt“, betont Ahlens Manager Joachim Krug. Das ist nur eines der Themen, die zu Jahresbeginn auf der Agenda von Ahlens Sportlicher Leitung stehen. Weitere sind mögliche Verstärkungen im Winter (Krug: „Wenn sich etwas ergibt, schließe ich nichts aus“) und Vertragsgespräche mit dem vorhandenen Personal – inklusive Trainer Zimmermann. Dass der kurz vor Weihnachten seinen Verbleib öffentlich an Bedingungen geknüpft hat, wollte Krug nicht kommentieren. Nur so viel: „Ab Dienstag werden wir besprechen, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht.“

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