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Leichtathletik: Volksbank-Cup-Laufserie

Philipp Kaldewei stellt Jonas Barwinski Tempofalle beim Nikolauf in Everswinkel

Ahlen/Everswinkel

Der Platzhirsch hat den Angriff des Eindringlings in sein Revier abgewehrt. Philipp Kaldewei ist zum siebten Mal Gesamtsieger der Volksbank-Cup-Laufserie. Verfolger Jonas Barwinski trickste er clever aus.

Cedric Gebhardt

Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, die Landschaft in einen diesigen Wintermantel eingehüllt. Alles ganz beschaulich rund um den Sportpark Wester in Everswinkel. Wer rechnet hier schon mit einer Tempofalle?

Doch genau die stellt Philipp Kaldewei seinem Herausforderer Jonas Barwinski bei der 16. Auflage des Nikolaufs, dem letzten Rennen der Volksbank-Cup-Laufserie .

Heftige Tempoverschärfung

Bei der abschließenden Zehn-Kilometer-Etappe läuft zunächst alles wie erwartet. Der Oelder Kaldewei und der Ahlener Barwinski liegen gleichauf, führen das Feld an. Eins ist klar: Wer von beiden als Erster durch die Ziellinie geht, hat den Gesamtsieg in der Tasche.

Der 36-jährige Dauergewinner Philipp Kaldewei hatte schon im Vorfeld zum Ausdruck gebracht , einen Zielsprint gegen den 16 Jahre jüngeren Rivalen nach Möglichkeit vermeiden zu wollen. Also greift er zu einem taktischen Kniff. „Bei etwa sechseinhalb Kilometern ist er wie verrückt losgelaufen. Darauf war ich nicht eingestellt“, gesteht Jonas Barwinski.

Für etwa eine Minute schraubt der 36-jährige Routinier die Geschwindigkeit in die Höhe. Statt einer Pace von 3:25 Minuten läuft er nun 2:50 Minuten pro Kilometer. „Das kam so abrupt. Die Tempoverschärfung war schon heftig“, so Barwinski.

In der Folge versucht er die rund 100 Meter große Lücke, die zwischen ihm und dem Konkurrenten an der Spitze klafft, zu schließen. Es gelingt Barwinski aber nur noch, sie auf 80 Meter zu reduzieren.

Ehrliche Anerkennung für den Sieger

So kommt, was kommen muss. Philipp Kaldewei geht nach 34:16 als Erster durchs Ziel und schnappt sich zum siebten Mal den Gesamtsieg der Volksbank-Cup-Laufserie. Jonas Barwinski wird in 34:35 Minuten Zweiter und Zweiter des Gesamtklassements. „Seine Strategie war klug gewählt“, erkennt Jonas Barwinski an und gratuliert fair dem überlegenen Rivalen. Der liegt auch in der Zeitaddition aller Läufe vorn, ist also ein verdienter Gewinner.

Trotz anfänglicher Enttäuschung richtet Jonas Barwinski den Blick bereits nach vorn. Zwei Termine hat er noch auf seiner Liste. Den Wintercitylauf am Freitag, 15. Dezember, in Ahlen, und den Silvesterlauf in Werl.

Bei beiden möchte er mindestens eine ebenso gute Rolle spielen wie bei der Laufserie. Mit Tempofallen ist bei diesen beiden Veranstaltungen derweil nicht zu rechnen. Dafür sorgt dann höchstens bei der Anfahrt die Polizei.

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