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Fußball: ASK Ahlen hat bereits einen Nachfolger gefunden

Plöger gibt Trainerposten ab

Ahlen

Für Außenstehende mag es durchaus eine Überraschung sein. Doch intern steht es schon länger fest: Philipp Plöger tritt aus privaten Gründen als Spielertrainer von Kreisliga A-Spitzenreiter ASK Ahlen zurück. Als Akteur bleibt der 31-Jährige dem ambitionierten Club aber erhalten. Ein Nachfolger ist ebenfalls schon gefunden.

Von Henning Hoheisel

Weiterhin für ASK Ahlen am Ball: Philipp Plöger (links), hier gegen Waderslohs Stürmer Julian Osburg, wird zukünftig aber nur noch als Spieler für den Tabellenführer der Kreisliga A tätig sein. Foto: Wegener

Für Außenstehende kommt dieser Wechsel definitiv überraschend, intern stand er aber schon länger fest: Philipp Plöger tritt aus privaten Gründen als Spielertrainer beim Kreisliga-A-Spitzenreiter ASK Ahlen zurück, bleibt dem ambitionierten Club als Akteur aber erhalten. Sein Nachfolger ist bereits gefunden, die endgültige Einigung soll in den nächsten Tagen folgen.

Plöger wechselte von der SG Gahmen nach Ahlen

Keine Frage, ASK als großer Aufstiegsfavorit ist zur Winterpause voll im Soll. Mit einem Vorsprung von vier Punkten gegenüber Beckum II steht Ahlen souverän an der Spitze. Auch ein Verdienst von Philipp Plöger, der im Sommer von der SG Gahmen als Spielertrainer an den Sportpark Nord gekommen war. Doch nun ist Schluss, zumindest für die Doppelfunktion. „Familie geht vor“, sagt Plöger – und niemand bei ASK nimmt es ihm übel.

Denn im Privatleben des 31-Jährigen hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan: Ein Töchterchen ist zur Welt gekommen, ein Umzug von Münster nach Steinfurt stand an, dazu kam aber auch ein böser Sturz inklusive schwerer Verletzungen seiner Frau. Plöger war plötzlich verstärkt als Familienvater gefordert – und merkte: „Ich konnte meinen eigenen Ansprüchen als Trainer nicht mehr gerecht werden. Ich will das auch nicht halbherzig durchziehen.“ Zumal er auch beruflich stark eingespannt und viel unterwegs ist, Plöger ist Personal-Trainer. „Der Spagat zwischen Familie und Selbstständigkeit ist schon schwer.“

Verständnis vom ASK-Vorstand

Also muss er im Fußball etwas kürzertreten. Bereits im Oktober ging er auf den Vorstand von ASK mit der Bitte zu, zur Rückserie nur noch als Spieler tätig sein zu wollen. „Seine Gründe können wir absolut nachvollziehen“, sagt Ahlens Sportlicher Leiter Ömer Yavuz. Und: „Er hat seine Sache super gemacht. Wir sind froh, dass er uns als Spieler erhalten bleibt, denn er ist eine wichtige Persönlichkeit für das Team.“

Bereits ab Herbst machten sich die Verantwortlichen von ASK also auf die Suche nach einem Nachfolger, der nun gefunden ist. Auch wenn Yavuz noch nicht mit dem Namen rausrückt: „Wir hatten drei Kandidaten zur Auswahl und haben uns jetzt für einen entschieden. Es steht zu 99 Prozent fest, aber es sind noch Kleinigkeiten zu klären“, erklärt der Sportliche Leiter. In der kommenden Woche soll der neue Trainer vorgestellt werden.

Club mit hohen Ambitionen

Der dann einen Club mit hohen Ambitionen übernehmen wird. „Wir wollen nächste Saison in der Bezirksliga spielen und dann direkt wieder aufsteigen“, stellt Ömer Yavuz klar, „unser Motto ist: Bam, Bam, Bam!“ Was auch für das kickende Personal gilt: Noch im Winter will ASK Ahlen sein Team abermals verstärken.

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