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Fußball: Regionalliga West

Preußen Münster zieht RW Ahlen den Stecker

Ahlen

RW Ahlen musste sich im Derby am Samstag den Gästen aus Münster mit 0:3 geschlagen geben. 15 Minuten nach der Pause agierte der Gastgeber auf Augenhöhe, erspielte sich viele Chancen. Ohne Fortune – die Preußen gewannen verdient.

Von Uwe Gehrmann

Das Ende aller Hoffnungen: RW Ahlens Torwart Robin Brüseke und Tobias Reithmeir liegen nach dem 0:2 für die Preußen geschlagen am Boden. Damit war im Derby alles entschieden. Foto: Henning Wegener

Die Ahlener Hoffnungen, dass Münster in der Fußball-Klippschule nicht aufgepasst haben könnte, hielten etwa 20 Minuten. Erste Lektion: Wer das zweite Tor nicht macht, lebt gefährlich. Hatten die Preußen da etwa gefehlt?

Wilde 20 Minuten gaben sich die Ahlener also, um den 0:1-Rückstand noch wett zu machen. Nur, um dann zu erkennen: Der Tabellenführer war doch lernfähiger als gedacht. Spätestens, als Wegkamp den Durchstecker von Remberg zum 2:0 vollendete (78.), war die Nachhilfestunde bereits wieder beendet.

„Das hat Ahlen den Stecker gezogen“, stellt Münster-Trainer Sascha Hildmann befriedigt fest. Das 0:3 für die Gäste (85.), wieder durch Wegkamp, beendete schließlich als Zugabe eine Partie, in der RW Ahlen seine hochgesteckten Erwartungen gerade mal punktuell umsetzen konnte.

Denn 20 Minuten Wachphase reichen gegen 70 Minuten Passivität eben doch nicht, um gegen so einen Gegner zu bestehen. Schon die komplette erste Halbzeit hatte sich Ahlen zurückdrängen lassen. Vor allem gegen Teklab hatte Tuma in der linken Kette keinen Zugriff, fast jeder Preußen-Angriff schlug über rechts durch. Was allerdings Trainer Andreas Zimmermann gar nicht so sah. „Risiko ist immer“, ließ er Tuma weitermachen, vielleicht auch, um sich die Offensivqualitäten des linken Verteidigers zu erhalten.

Von diesem Können war aber in der ersten Hälfte bei keinem Ahlener etwas zu sehen: Mit Möglichkeiten für Bouchama, Lorenz und Wooten waren die Gäste vor der Rekordkulisse von fast 3000 Zuschauern drückend überlegen. Einmal war aber einmal zu viel: Teklab spielt sich erneut über rechts durch, seine Vorlage setzt Wooten zum verdienten 0:1 ins Netz (37.).

Vielleicht hatte es auch mit der Verletzung von Teklab zu tun (62.), danach jedenfalls begann Ahlens Kämpferherz wieder zu schlagen. Ahlen bekam Druck hinter sein Offensivspiel, und Twardzik verpasste nach Dej-Vorarbeit gleich zwei große Chancen auf ein Ausgleichstor, das nun in der Luft lag, zu dem aber ein-, zweimal der berühmte halbe Meter fehlte. „Tolle Drangphase, aber wir haben gute Dinger liegen lassen“, attestierte Zimmermann „einen Hauch zu wenig“.

Genau der eine Hauch, den Münster noch zulegen konnte, um mit dem Wegkamp-Doppelschlag Ahlens Zwischenhoch abrupt zu beenden. „Da spürt man Münsters Cleverness“, räumte Zimmermann ein, dass die Preußen in der Fußballschule gut aufgepasst hatten. In der Ahlen hingegen wohl noch mal nachsitzen muss.

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