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Fußball: Regionalliga West

RW Ahlen gegen RW Oberhausen erneut mit 1:1

Ahlen

Da war definitiv mehr drin, aber auch weniger. Nach einer sehr überlegenen ersten Hälfte samt 1:0-Führung hat Rot-Weiß Ahlen das Ergebnis nicht über die Zeit gebracht und musste gegen Rot-Weiß Oberhausen in eine Punkteteilung einwilligen. 1:1 trennten sich das Regionalliga-Schlusslicht und der Tabellenachte. Für die Ahlener folgte der bange Blick auf die Ergebnisse der anderen.

Henning Tillmann

Ausnahmsweise einen Schritt zu spät kommt hier RW Ahlens Bennet Eickhoff (Mitte) gegen Oberhausen. Ansonsten waren die Hausherren vor allem in der ersten Hälfte klar besser, mussten sich aber dennoch mit einem 1:1 begnügen. Foto: Marc Kreisel

Der aber brachte zumindest die freudige Erkenntnis, dass der eine Punkt gegen Oberhausen reichte, um die Rote Laterne weiterzureichen. Denn der Bonner SC verlor zeitgleich das Kellerduell bei Bergisch Gladbach mit 1:2 und ist nun Letzter, punktgleich mit den Ahlenern zwar, aber mit dem schlechteren Torverhältnis.

So mussten sich die Rot-Weißen etwas weniger darüber ärgern, dass sie aus einer klar überlegenen ersten Hälfte nicht mehr gemacht hatten als das eine Tor, das Jan Holldack in der 32. Minute per Foulelfmeter erzielt hatte.

Die bis dahin schon deutlich bissigere, agilere und gefährlichere Zimmermann-Elf schien mit der Führung gegen handzahme Gäste aus Oberhausen auf die Siegerstraße einzubiegen, machte aber den Sack nicht zu.

Sebastian Mai, der bereits den Elfmeter herausgeholt hatte, und sowohl davor wie auch danach immer wieder Anspielstation bei den schnellen Kontern war, hätte mit seiner Doppelchance zum 2:0 vielleicht schon den Deckel draufmachen können. „Einer davon muss eigentlich rein“, fand er selbst. RWO-Keeper Justin Heekeren hatte mit Glanztaten bei Mais erstem Abschluss wie auch beim Nachschuss aber Schlimmeres verhindert.

RWA vor der Pause klar überlegen, aber nicht effektiv

Ansonsten hatte Mai in einer Partie, die ihm wegen vieler schneller Gegenstöße fast auf den Leib geschrieben war, nicht viel falsch gemacht. Im Gegenteil: Er stach in einem sehr starken Ahlener Gefüge noch heraus. Die Überlegenheit der Hausherren vor der Pause aber nutzte sein Team – mal wieder – nicht hinreichend aus.

„Vielleicht hat uns auch einfach etwas das Glück gefehlt. Wenn wir heute unsere Geschwindigkeitsvorteile besser ausspielen, wäre mehr drin gewesen“, konstatierte Mai völlig richtig. Genau das hatte auch Trainer Andreas Zimmermann am Auftritt seiner Mannschaft zu bemängeln. „Wir müssen mal dahin kommen, das zweite Tor zu machen, unsere Konter einfach cleverer ausspielen. Eigentlich waren wir in der ersten Hälfte klar besser“, so Zimmermann.

Oberhausen kommt in der Schlussphase zurück und trifft

Der RWA-Coach hatte aber auch die Chancen des Gegners in einer wilden Schlussphase nicht übersehen. Die ließen den einen Punkt im Nachhinein etwas freundlicher aussehen. Denn schon in der 74. Minute hatte die lange ganz blassen Gäste aus Oberhausen gleich zwei Möglichkeiten, bei denen es zum 1:1 hätte klingeln müssen. Erst traf Sven Kreyer nach einer guten Kombination aus vier Metern nur den Pfosten (74.). Dann bediente Kreyer auf links Shaibou Oubeyapwa, der knapp am Ahlener Kasten vorbei feuerte.

Das hätte bis dahin zwar den Spielverlauf konterkariert, war aber ein Fingerzeig. Tatsächlich kam Oberhausen nämlich noch einmal mächtig auf. Erst recht, als Raphael Steinmetz aus der zweiten Reihe drauf hielt und damit in der 80. Minute doch den Ausgleich erzielte.

Wildes Ende mit Chancen hüben wie drüben

Anschließend prüfte Gianluca Marzullo für Ahlen den Pfosten (84.) und auf der Gegenseite verzog Maik Odenthal (85.) knapp. Die Partie hätte also noch in jede Richtung kippen können.

„Wir hatten Chancen, die hatten Chancen – der Punkt ist schon okay“, befand Zimmermann. Und auch Sebastian Mai konnte mit dem Remis leben. „Drei Punkte wären sicher noch wertvoller gewesen. Aber jeder zählt.“ Mit dem Ergebnis konnten und mussten die Ahlener leben. Immerhin wurde ja das Minimalziel des Wochenendes erreicht: Die Rote Laterne hat nun wieder Bonn.

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