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Fußball: Regionalliga West

RW Ahlen mit Katastrophenstart ins Wochenende

Wiedenbrück

Was das 8:0 gegen Wattenscheid in der vergangenen Woche war, war ein ähnlich gravierendes Erlebnis von 0:5 in dieser. Beim SC Wiedenbrück hatte RW Ahlen einen fatalen Abend erwischt und ging unter.

Von Niklas Groß

Wiedenbrück obenauf – im Jahnstadion lief alles gegen Ahlen. Foto: Marc Kreisel

Die Ansetzung der Partie in Wiedenbrück an einem Freitagabend hat sich für Rot-Weiß Ahlen als denkbar unglücklich erwiesen – genau so möchte man nicht in ein Wochenende starten. Mit der Wucht des 8:0 gegen Wattenscheid traf es die Gäste hier selbst – Ahlen musste ein 0:5 hinnehmen.

Gute 15 Minuten waren gespielt, da blieb Mordecai Zuhs knien, mochte gar nicht aufstehen, wischte sich immer wieder mit dem Trikot durch das Gesicht. Doch Zuhs hätte noch so lange sitzen bleiben können – Schicksalsminuten eines Verteidigers, die Konsequenz war unausweichlich. Irgendwann stand er dann auf und nahm die Rote Karte von Schiedsrichter Jörn Schäfer entgegen. Weil der Ahlener Rot-Weiße sich nach einem langen Ball in die eigene Hälfte verschätzt und anschließend Wiedenbrücks Emre Aydinel umgerannt hatte, gab es einen Elfmeter für die Hausherren obendrauf. Hendrik Lohmar verwandelte zum 1:0 – und nach einer Viertelstunde stellten sich für Rot-Weiß ganz andere Fragen als die nach einer möglichen Tabellenführung am Freitagabend: Wie sich neu organisieren für beinahe ein ganzes Spiel? Wie überhaupt zu Zählbarem kommen?

Schlimmer geht immer

Dabei hatte Ahlen mit dem Selbstverständnis eines Serien-Punkters begonnen, leichtes Übergewicht im Wiedenbrücker Jahnstadion gehabt – nun aber galt es erstmal, sich in die Trinkpause zur Hälfte der ersten Hälfte zu retten.

Das Momentum vermochte die nicht zu brechen: Mehr als respektabel, wie Rot-Weiß weiter versuchte, das Spiel in die Wiedenbrücker Hälfte zu verlegen. Die nächste dicke Chance hatte trotzdem der SCW. Nach einer halben Stunde setzte sich erneut Aydinel auf rechts durch und flankte scharf vors Ahlener Gehäuse – der Abschluss von Beytullah Özer wurde in letzter Sekunde zur Ecke geblockt.

Machtlos waren die versammelten Rot-Weißen indes in der 40. Minute, weil Wiedenbrück es traumhaft spielte. Lohmar fand aus der Mittelfeldzentrale heraus Leon Tia, der gleich über Robin Brüseke legte – das 2:0, passend zum Pausentee das I-Tüpfelchen auf eine Halbzeit, die aus Ahlener Sicht kaum unglücklicher hätte laufen können.

Und damit war es ja nicht getan: Aydinel – wer sonst? – war Zielspieler eines Wiedenbrücker Konters in der 50. Minute. Manfredas Ruzgis fand seinen Teamkollegen in der Zentrale, der nur noch einschieben musste. Gerade drei Minuten später durfte Ruzgis selber ran. Per Kopf setzte er das 4:0.

Und was waren die besagten 75 Minuten, die Ahlen nach Zuhs Roter Karte durchzustehen hatte, gegen das, was nun noch wartete? Es waren lange, lange 37 Umdrehungen in Ostwestfalen, die RW noch zu gehen hatte, in denen ein Aufbäumen zusehends unmöglich erschien und sich die Gäste in Frustfouls ergingen. Zehn Minuten vor dem Ende setzte Stanislav Fehler dann den Schlusspunkt: 5:0!

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