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Fußball: Regionalliga West

RW Ahlen oder: Der Nächste, bitte!

Ahlen

Rot-Weiß Ahlen macht bereits am Freitagabend Station in Wiedenbrück. Und alles fragt sich: Wohin führt die Reise der Wersestädter in der Tabelle? Schließlich winkt nicht weniger als der Platz an der (Abend-) Sonne.

Von Henning Hoheisel

Dürfte den Gegner gut kennen: Ahlens neuer Torwart Robin Brüseke hat sich in seinen Jahren beim SC Verl schon einige pikante Kreisderbys mit dem SC Wiedenbrück geliefert. Am Freitag tritt er dort mit seinem neuen Club RWA an. Foto: Henning Wegener

Wer so in die Saison startet, bekommt Lust auf mehr. Auf viel mehr. „Wir wollen oben dranbleiben und am Freitag vorlegen – am liebsten mit einem Sieg“, stellt RW Ahlens Trainer Andreas Zimmermann vor dem Gastspiel (19 Uhr) beim SC Wiedenbrück klar. Wo es ja auch um ein wenig Prestige geht.

„Für mich ist das ein Derby, ganz klar!“, nimmt Zimmermann jede Gelegenheit wahr, seine sowieso schon grelle Mannschaft noch ein wenig mehr zu motivieren. Aber er hat ja recht: Zwischen Werse- und Jahnstadion liegen nur um die 35 Kilometer, da kann man schon mal von einem Nachbarschaftsduell unter Westfalen sprechen.

Aber noch einmal zurück zum gelungenen Start von RW Ahlen in diese Regionalliga-Saison. 2:1 in Wuppertal, 1:1 gegen Fortuna Köln und dann noch jenes denkwürdige 8:0 gegen Wattenscheid. Macht sieben Punkte aus drei Spielen – eine Bilanz, von der selbst der so selbstbewusste Zimmermann nach dem großen Umbruch im Sommer nicht ausgegangen war: „Ich wusste, dass wir uns gut verstärkt haben. Aber dass es direkt so gut fluppt, damit konnte man nicht rechnen.“

Zimmermann sieht „Fußball, der begeistert“

Doch nach dem überraschenden Auftakterfolg in Wuppertal (Zimmermann: „Den wir uns nicht ermauert, sondern herausgespielt und verdient haben.“) wuchs das Team schneller zusammen als erhofft – und ist nun hungrig auf weitere Glanztaten. „Wir spielen Fußball, der begeistert. Egal, ob zuhause oder auswärts“, reibt sich der Trainer die Hände, dass seine Pläne nach aktuellem Stand so gut aufgehen. Und so möge es bitte auch in Wiedenbrück weitergehen. Kleines Problem: „Der Gegner will das ja auch.“

Der SCW siegte zum Auftakt in Düsseldorf, verlor dann nur knapp gegen Münster, ärgerte am vergangenen Spieltag mit dem 2:2 in Wuppertal aber einen anderen Titelkandidaten. „Die Mannschaft ist immer schwer zu bespielen“, warnt Zimbo, ehe dann doch wieder sein Selbstvertrauen aus ihm herausplatzt: „Seitdem ich da bin, haben wir gegen Wiedenbrück noch nicht verloren.“

Damit es dabei bleibt, bastelt das Ahlener Trainerteam aber noch an einem guten Schlachtplan. Zwar spricht einiges dafür, nach dem 8:0 gegen Wattenscheid nicht allzu viel an der Startformation zu verändern. Andererseits drängen Spieler wie Gianluca Marzullo, Jan Holldack oder auch der wieder entsperrte Tobias Reithmeir mit solch einer Vehemenz in die erste Elf, dass Zimmermann automatisch ins Grübeln gerät: „Mal sehen, wie wir es machen. Auf jeden Fall mit Mut und Entschlossenheit.“

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