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Fußball: Regionalliga West

RW Ahlen schießt sich mit 3:2-Sieg zum Klassenerhalt

Ahlen

Rot-Weiß Ahlen hat es tatsächlich geschafft! Mit einem 3:2-Erfolg über den SV Straelen feierte der Regionalligist am Dienstagabend den Ligaverbleib – einen Spieltag vor Schluss und auch dank Schützenhilfe aus Dortmund, wo der Spitzenreiter das Schlusslicht Bergisch Gladbach auf Distanz hielt. Vor 455 Zuschauern spielten sich danach Szenen ab, wie man sie im Wersestadion schon lange nicht mehr genießen durfte.

Von Henning Tillmannund

Riesen Jubel bei Mike Pihl (Mitte) und Rot-Weiß Ahlen. Der Regionalligist hat dank eines 3:2-Siegs gegen den SV Straelen am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt geschafft. Foto: Marc Kreisel Foto: Marc Kreisel

Denn den Aufstieg in die Regionalliga hatte die Mannschaft vor rund einem Jahr coronabedingt am grünen Tisch zugesprochen bekommen und nicht auf dem Rasen ausgemacht. Ganz anders nun im vorletzten Saisonspiel gegen den SV Straelen. Auf dem Platz hatte sich RWA den Sieg verdient, auf dem Platz wurde er auch gefeiert, so wie sich das gehört.

Kahlert, Lindner, Marzullo und Schützenhilfe aus Dortmund machen alles klar

Den entscheidenden Anteil daran hatten ausgerechnet zwei Innenverteidiger. Denn es waren Kevin Kahlert (37.) und René Lindner (64.), die mit ihren Treffern zum 1:0 und 2:1 quasi über die gesamte Partie den Glauben am Leben gehalten hatten. Gianluca Marzullos Treffer zum 3:1 in der Nachspielzeit schien endgültig den Deckel draufzumachen. Doch da war der Jubel etwas verfrüht. Denn der eingewechselte Sem Emilio de Wit sorgte mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 in der Nachspielzeit kurz noch mal für Zittern. So ähnlich wie es zuvor Malek Fakhro mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich (60.) geschafft hatte.

Debakel bei Schalke als Ausgangspunkt für Siegesserie

Wenige Sekunden nach dem letzten Tor war aber dann doch Schluss. Und weil die U23 von Borussia Dortmund zeitgleich mit 3:1 gegen Bergisch Gladbach gewann, war klar, dass RWA nun nicht mehr am Samstag eingeholt werden kann – egal was beim VfB Homberg noch passieren mag.

„Was wir geleistet haben in den letzten Wochen, war einfach Wahnsinn“, jubelte Kapitän und Torschütze Kevin Kahlert. Vor allem die drei Siege nach dem 1:6-Debakel gegen Schalke hätten einmal mehr den Charakter der Mannschaft gezeigt. „Jetzt werden wir das erstmal mit ein paar Bierchen begießen“, so der Innenverteidiger und ließ Taten folgen.

Zimmermann kündigt Veränderungen an

Das Kaltgetränk wird auch Trainer Andreas Zimmermann genossen haben. Noch gänzlich nüchtern stellte er aber schon unmittelbar nach Spielschluss fest: „Geil, wa?! Keiner hat mehr an uns geglaubt und jetzt haben wir es geschafft“, so Zimmermann. „Der Job ist erledigt.“ Das war allerdings kein Abschied, denn für die kommende Saison – mit ihm – mahnte er „viele, viele Veränderungen“ an, damit RWA in der kommenden Spielzeit nicht wieder so lange zittern muss.

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