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Fußball: Regionalliga West

RW Ahlen und die große Gelassenheit

Ahlen

Kommt Zeit, kommt Tat: Bei Rot-Weiß Ahlen nahmen sie es ganz entspannt, dass zum Saisonauftakt mit gerade 13 Akteuren, darunter vier Neuzugänge, trainiert werden konnte. Gleich am Dienstag soll mindestens eine Handvoll Probespieler dazustoßen.

Von Uwe Gehrmann

Fast mehr Trainer als Neue: (o.v.l.) Trainer Andreas Zimmermann, Jannik Borgman von Preußen Münster, Cihan Özkara von Sariyer, Assistenten Christopher Nilius und René Grabowski, (u.v.l.) Hüseyin Bulut von Rot-Weiß Oberhausen und Hakan Sezer von Westfalia Rhynern. Foto: Wegener

Prima, so stellt man sich den ersten Arbeitstag vor. „Hab’ eine Stunde vorm Training erfahren, dass Bajaki nach Paderborn wechselt“, brummt Manager Joachim Krug. „War auch schön.“

Noch ist eben nicht alles Glanz, was neu ist bei RW Ahlen. Aber so ist das eben am ersten Tag. Und es lag auch nicht allein am Fehlen von Noyan Bajaki, dass der Trainingsauftakt eher bescheiden ausfiel. Gerade mal 13 Spieler, inklusive der vier Neuen Özkara, Bulut, Borgmann und Sezer, tummelten sich vor rund 30 neugierigen Fans. War schon mal mehr in Ahlen.

Soll aber Absicht sein, sagt Andreas Zimmermann. „Wir suchen nur Qualität oder junge, entwicklungsfähige Spieler“, gibt sich der Trainer wählerisch. „Das ist nur der innere Kreis“, den er sich für den Montag herbestellt habe. Schon am Dienstag kämen fünf bis sieben Probespieler dazu. Bloß kein Stress.

Was auch der neue Präsident bestätigt. „Wir nehmen doch nicht gleich jeden, der sich anbietet. Nein, es sind viele Spieler auf dem Markt“, winkt Dietmar Kupfernagel ab und mischt sich dann entspannt unter die Zuschauer.

Im besten Fall noch besser als Platz zehn

Nun ja, Bajrush Osmani ist noch für die Kosovo-Nationalmannschaft aktiv, Jan Holldack hatte wichtige Gespräche zu führen, Elmar Skrijelj legte einen Krankenschein vor, und Daniel Francis grübelt in Sierra Leone noch über seine Ahlener Zukunft.

Dass die, wie schon vor Wochen angekündigt, sorgenfrei und ohne Abstiegsnot sein soll, ist gewünscht. Aber auch machbar? „Erfolg weckt Begehrlichkeiten“, sinniert Zimmermann. „Wer Zehnter geworden ist, will der dann 13. werden?“

Hier lacht der Manager. „Ich hab Andreas gesagt, sei froh, dass du Zehnter geworden bist, dann kannst du als Ziel wenigstens einstellig ausgeben.“ Und wird dann wieder ernst. Die erste Bürgerpflicht sei, so Krug, nicht abzusteigen. „Und dann wollen wir uns verbessern.“ Also doch, jedenfalls irgendwie.

Mit wem, das ist noch offen. Torwart, Innenverteidiger, rechter Defensiver, Sechser und ein Offensiver – die stehen noch auf der Wunschliste. „Unglaublich viele Spieler bewerben sich“, sagt Krug. „Und wir haben noch bis zum 31. August Zeit.“

Aus den eigenen Reihen ist die Vertragsverlängerung des immer noch kränkelnden Dimitrios Ioannidis noch in der Schwebe. Und bei Daniel Francis hat Krug auch so seine Bedenken. „Da geht die Tendenz eher zur Trennung.“

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