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Fußball: Regionalliga West

RW Ahlen versinkt gegen Düren im Boden

Ahlen

Schon, dass das Spiel eine halbe Stunde später begann, weil wohl ein Rohr der Sprinkleranlage geplatzt war, ließ Böses vermuten. Das Wasser war hochgestiegen und hatte eine wagenradgroße kahle Stelle vor dem Ahlener Strafraum hinterlassen. So unterirdisch wie alles bei dieser überraschenden 1:2-Schlappe gegen den 1. FC Düren, der RW Ahlens erhofften Höhenflug ebenso abrupt wie verdient noch im Steigen abfing.

Von Uwe Gehrmann

Christian Skoda gegen Dürens Vincent Geimer. Foto: Wegener

Nach 30 Minuten war das Loch mit Sand verfüllt, eine Eile beim Lückenschließen, die RW Ahlen anschließend auch gutgetan hätte. „Wir waren gut vorbereitet, haben aber davon nichts umgesetzt“, beschönigte Trainer Andreas Zimmermann nichts. „Alle dachten wohl, es läuft von alleine.“ Dazu hätten sie aber erst einmal laufen müssen, davon aber war nichts zu sehen.

Von Fehlpässen im holprigen Spielaufbau, nur mit Mühe erkennbaren Anspielstationen, Verlegenheitsbällen zurück auf Torwart Brüseke und Standfußball abgesehen, hätte die ganze erste Halbzeit im Schlammloch versinken können, keiner hätte es gemerkt.

Das unerwartet offensiv aufgestellte Düren kam erst etwas in Verlegenheit, als nach der Pause Dej und Marzullo für Sezer und Özkara ins Spiel kamen und die Offensive zehn Minuten lang ankurbelten. Dej gelang sogar ein Schuss, den Torwart Bade knapp mit dem Fuß klärte.

Aber der Aufsteiger blieb wach und mit jedem Konter gefährlich. Zuerst pariert Brüseke noch gegen Simon (57.), hat bei dessen zweitem Versuch im Gegenstoß über Wipperfürth und Owusu keine Chance mehr (59.). Damit war RW Ahlen bereits besiegt, war nur zu lethargisch, um auch tatsächlich umzufallen. Dej sackte immer weiter zurück, seinen Platz vorn übernahm Marzullo, der Rest wirkte fast gelähmt und ohne Leben.

Borgmann sieht Rot

Als schließlich Borgmann den durchgelaufenen Owusu niederrang, einen Strafstoß provozierte und zusätzlich Rot sah (79.), war mit dem Elfmeter von Geimer zum 2:0 alles entschieden. Obwohl Bulut sogar noch nach Tuma-Vorlage zum 1:2 traf (83.) – es war nach Dejs Möglichkeit Ahlens einzige Chance – fiel zusätzlich auch noch ein Schlussspurt aus, der bei vier Minuten Nachspielzeit vielleicht noch ein Remis hätte bringen können.

„Nicht Düren hat gewonnen, sondern wir haben das Spiel verloren“, umschrieb es ein ratloser Torwart Robin Brüseke. Und wäre sicher am liebsten im Boden versunken. War schließlich noch nie so leicht, wie an diesem Samstag vor Ahlens Strafraum.

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