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Handball: Aufstiegsrunde zur 3. Liga

SC DJK Everswinkel ist bereit für großen Wurf

Everswinkel

Sie haben ihn in den eigenen Händen, den Aufstieg. Platz eins in der Runde mit der HSG Schwerte-Westhofen und LIT Tribe kürt den SC DJK Everswinkel zum Drittligisten. Die Weichen dazu wollen die Handballerinnen aus dem Vitusdorf am Mittwochabend stellen.

Von Uwe Niemeyer

Zupacken und die Chance nicht aus den Händen geben: Luisa Steinhoff (v.l.), Britta Stelthove, Lena Silvers und die SC-DJK-Frauen gehen entschlossen in die Aufstiegsrunde. Sie können in drei Tagen den großen Wurf landen. Foto: Penno

Jetzt kann es ganz schnell gehen. Dabei hing die Aufstiegsrunde zunächst lange Zeit in der Schwebe. Doch nur drei Tage, besser 120 Minuten, trennen den SC DJK Everswinkel im Optimalfall vom Sprung in die 3. Liga. Ein Sieg im ersten Play-Off-Spiel am Mittwoch (20.30 Uhr) in eigener Halle gegen die HSG Schwerte-Westhofen sowie ein weiterer Erfolg am Freitagabend bei LIT Tribe würde für die Oberliga-Handballerinnen schon den großen Wurf bedeuten. Ungeachtet, was im Duell der beiden Konkurrenten am Sonntag herauskommt. Sollten für die Handballerinnen aus dem Vitusdorf keine vier Punkte auf der Habenseite stehen, wäre die dritte Partie noch von Bedeutung, denn nur eine Mannschaft steigt auf.

Aber der Reihe nach. Schließlich liegt das letzte Punktspiel fast auf den Tag genau acht Monate zurück. Nach dem 26:18 am 24. Oktober 2020 beim HC Bergkamen und nur einer von zwei Partien war für lange Zeit Schluss. „Deshalb kann und möchte ich auch keine Prognose abgeben. Alles ist offen, Überraschung inklusive“, blickt Franziska Heinz, die mit Manja Goerl das Trainerinnen-Gespann bildet, auf die bevorstehenden Aufgaben. Die geht ihr Team – den Umständen entsprechend – gut vorbereitet an.

Am 25. Mai startete die kurze Vorbereitung. Zunächst noch auf dem Platz, anschließend in der Halle. „Das war schon von null auf 100 und durchaus grenzwertig. Aber wir haben unsere Möglichkeiten ausgeschöpft“, gesteht Heinz. Zwar mussten aufgrund fehlender Zeit Abstriche bei den Inhalten gemacht werden, doch „schon nach wenigen Einheiten hatten wir eine Perspektive“.

Everswinkels Trainerin Franziska Heinz mit Blick auf fehlende Spielpraxis

Auch sonst gibt sie sich zuversichtlich. Über den einen oder anderen Spielzug musste sie selber kurz nachdenken. Aber: „Man kann nicht alles verlernen.“ Zudem werden die Voraussetzungen bei den Konkurrenten vergleichbar sein. „Deshalb wird die Tagesform entscheiden. Ohnehin waren wir immer auf Augenhöhe. Man kennt sich schließlich. Wobei ich auf das bessere Ende für uns hoffe“, ergänzt Heinz einmal mehr mit einer Portion Optimismus.

Britta Stelthove, erfahrene Spielerin des SC DJK Everswinkel

Zu dem auch gehört, dass der SC DJK Everswinkel auf den kompletten Kader, einschließlich der inzwischen aufgerückten A-Juniorinnen, zurückgreifen kann. Einem Kader, der sich entschlossen präsentiert. „Sie haben schnell die Herausforderung und die besonderen Umständen angenommen, super trainiert“, lobt Heinz.

Britta Stelthove unterstreicht diese Einschätzung. „Ich freue mich auf die Woche und habe Bock auf die Spiele. Das wird super spannend. Dabei habe ich vor vier Wochen nicht damit gerechnet, dass die Aufstiegsrunde überhaupt stattfindet“, sagt die erfahrene Spielerin. Durchaus überrascht zeigte sie sich davon, dass im Team der Ball „schon wieder ganz rund lief“.

Mini-Kulisse soll für Rückendeckung sorgen

Auch die Mini-Kulisse von nur 65 möglichen Zuschauern bewertet die 32-Jährige positiv: „Das ist besser als nichts und immerhin etwas Atmosphäre.“ Und etwas Rückendeckung sollte es schon sein. Schließlich steht einiges auf dem Spiel. „Es wird sicher nicht so sanft zugehen, es wird eher rund gehen. Aber das mag ich.“ Die Buchung des Drittliga-Tickets in nur drei Tagen auch.

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