Fußball: Regionalliga West

Schalke vor der Brust und Bonn im Blick – RW Ahlen im Abstiegsendspurt

Ahlen.

Klappt das noch mit dem Klassenerhalt? Zumindest standen die Chancen schon mal schlechter für Rot-Weiß Ahlen. Nur noch eine Mannschaft muss die Regionalliga am Saisonende verlassen. RWA ist punktgleich mit Schlusslicht Bonn, hat gegenüber dem Verfolger aber das deutlich bessere Torverhältnis. „Es kommt allein auf uns an“, glaubt Coach Andreas Zimmermann und hofft auf Punkte in Gelsenkirchen.

Henning Tillmann

Bitte Abstand halten! Foto: Marc Kreisel

Endspurt, Crunchtime, Showdown – wie man es auch bezeichnen will, die Regionalliga-Saison nähert sich mit großen Schritten ihrem womöglich dramatischen Ende. Für die meisten Teams stehen nur fünf Partien aus. Weder der Kampf um die Meisterschaft zwischen Dortmund und Essen ist entschieden, noch der am anderen Ende der Tabelle.

Rot-Weiß Ahlen und der Bonner SC gehen sogar punktgleich in die alles entscheidende Phase der Saison. Direkt davor ist der SV Lippstadt mit drei Zähler mehr auch noch akut bedroht. Es blüht also ein Herzschlagfinale. Wer in dieser Hochdruckphase die Nerven behält und besser abliefert, bleibt drin. Oder wie es RWA-Coach Andreas Zimmermann für seine Mannschaft reklamiert: „Nicht auf die anderen gucken, sondern einfach die Punkte sammeln – dann wird das schon.“

Abstiegskampf könnte zum Nervenspiel werden

Aber komplett ausblenden, das weiß selbst Zimmermann, der als Aktiver nur um Aufstiege gespielt hat, lässt sich die Situation eben auch nicht. „Das Gute ist aber: Wir kennen das doch von Anfang an. Für uns hat sich nichts geändert. Mannschaften wie Lippstadt, die eher neu da unten sind, müssen sich vielleicht erst mal sortieren“, hofft Zimmermann auf einen kleinen psychologischen Vorteil.

RWA hat gegenüber Bonn das deutlich bessere Torverhältnis

Den könnte seine Mannschaft auch gegenüber dem punktgleichen Bonner SC besitzen. Denn seit dem 1:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen steht Ahlen zumindest schon mal vor den Bundesstädtern und hat das um acht Treffer bessere Torverhältnis. Es ist nicht viel, aber vielleicht am Ende doch das das Zünglein an der Waage.

Dafür müssen die Ahlener aber eben in den verbleibenden fünf Partien so viel Zählbares einfahren wie möglich.

Dickster Brocken des Restprogramms

Mit dem Auswärtsspiel bei der U23 des FC Schalke 04 hat RWA am Samstag schon die nominell schwerste Partie des Restprogramms vor der Brust. Anders als in der letzten gemeinsamen Regionalliga-Saison, als man bis zum Schluss gegeneinander um den Klassenerhalt fightete, liegt die blau-weiße Zweitvertretung als derzeitiger Zehnter irgendwo zwischen Gut und Böse. Aber in der Bundesliga hätte die Erste ein solches Ergebnis im Niemandsland wohl mit Kusshand genommen.

Schalkes U23 hat zuletzt Spitzenreiter Dortmund ein Bein gestellt

Der Abstieg der Profis in die Zweitklassigkeit könnte den Schalkern aus der U23 zudem als Motivation dienen. „Der Abstand ist geringer geworden. Vielleicht schielt der eine oder andere auf einen Platz in der 2. Bundesliga“, sagt Zimmermann. Zudem habe sich auch die Regionalliga-Vertretung zuletzt stabilisiert. Zimmermann verweist auf das „top Ergebnis“ beim 3:3 gegen den Spitzenreiter aus Dortmund. Das Unentschieden öffnete den Essenern wieder einen Spalt weit die Tür zum Aufstieg.

Überraschend war dabei allerdings weniger das Endergebnis als das Zustandekommen desselben. Denn die Dortmunder hatten nach 35 Minuten bereits mit 3:0 geführt. Man sollte die Schalker Mannschaft also nie voreilig abschreiben. Das allerdings gilt auch für die Rot-Weißen aus Ahlen, die im Winter schon wie der sichere Absteiger aussahen. Fußball ist eben Kopfsache.

RW Ahlen hofft auf WIederholung gegen Wuppertal

Startseite