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Reiten: Turnier in Lippborg

Schulze Niehues bleibt im Stechen uneinholbar

Kreis Warendorf

Der Schlusspunkt hatte etwas von einem absoluten Höhepunkt. Schließlich sorgte das S-Springen beim RV Lippborg-Unterberg nicht einfach nur so für die Platzierungen. Es wurde beim Kampf um Platz eins richtig knapp. Einer hatte es besonders eilig.

Von Thomas Hartwig

Hervorragenden Pferdesport über drei Tage hat das Dressur- und Springturnier des RV Lippborg-Unterberg geboten. Doch bevor die ersten Reiter an den Start gehen konnten, gab es reichlich zu tun. Die Starkregenkatastrophe, die weite Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz heimsuchte, streifte die Anlage zwar nur am Rande, führte aber dennoch dazu, dass jede Menge Aufräumarbeiten anfiel. Dem Fleiß der Helfer war es zu verdanken, dass die Aktiven dennoch ideale Verhältnisse vorfanden.

Einen höchst erfolgreichen Auftakt verbuchte Anja Wilimzig vom RFV Milte-Sassenberg für sich. Die für das Nordrhein-Westfälische Landgestüt in Warendorf tätige Ennigerloherin sicherte sich mit dem erst vierjährigen Viva Dance die Dressurpferdeprüfung der Klasse A mit der Spitzenwertnote von 9,0.

Unmittelbar darauf gewann sie mit Felissimo, ebenfalls ein Hengst des Landgestütes, die Dressurpferdeprüfung der Klasse L. Auch auf dem Springplatz standen am Freitag die jungen Pferde im Vordergrund. Hier gelang Hubertus Große-Lümern (RFV Vornholz) fast ein ähnlicher Doppelerfolg. Der Berufsreiter sicherte sich mit dem fünfjährigen westfälischen Cornet Obolensky-Sohn Corlandus die Springpferdeprüfung der Klasse L. In der Klasse M musste sich das Paar nur knapp Dominik Schäfers(RFV Ostönnen) mit Levis Flamingo geschlagen geben und mit Platz zwei begnügen.

Michaela Jordan erreicht das Treppchen

Höhepunkt am Samstag war eine Dressurprüfung der Klasse S auf Ein-Sterne-Niveau. Der Sieg ging an Jonas Wittenbrink (RFV Handorf-Sudmühle), der mit Ruben 71,508 Prozent holte. Auch mehrere Teilnehmer aus dem Kreis waren erfolgreich. So wurde Marlies Brakemper (ZRFV St. Georg Werne) mit dem Westfalen Veyron B Zweite (69,405 Prozent). Und auch für Anja Wilimzig gab es eine weitere Schleife. Mit Flavis belegte sie mit 69,008 Prozent Platz drei. Drittbeste Teilnehmerin aus dem Kreis war Michaela Jordan (RV Ahlen), die mit Sarenza Sechste wurde (67,579 Prozent). Mit ihrem zweiten Pferd Chicolino belegte sie zudem Platz acht (66,984 Prozent).

Einen Sieg für die Gastgeber gab es auf dem Springplatz durch Vianne Eßer mit Sang Real im Springreiter-Wettbewerb. Die wichtigste Springprüfung am Samstag, ein Zwei-Phasen-Springen der Klasse M ging an Hubertus Große-Lümern mit der Holsteiner Stute Ab geht´s.

Eine weitere Gold-Schleife für die Gastgeber hat Luisa Hoff mit Vauxhall in der Dressurreiterprüfung der Klasse L errungen. Die M-Dressur** ging an Sabine Bremer (RZFV Ennigerloh-Neubeckum), die mit ihrer Stute Quila 70,882 Prozent erzielte. Mit Platz zwei in der M-Dressur* am Samstag hatte das Paar bereits auf sich aufmerksam gemacht. In der M-Dressur freute sich Sina Wiesbrock (RV Lippborg-Unterberg) mit Utopia H als zweitbeste Teilnehmerin aus dem Kreis über (67,108 Prozent) und Platz vier.

Birgit Nienaber, Geschäftsführerin des RV Lippborg-Unterberg

Schon vor dem abschließenden S-Springen zog Birgit Nienaber, Geschäftsführerin des RV Lippborg-Unterberg und Mitglied der Turnierleitung, ein sehr positives Fazit: „Wir hatten der Corona-Situation geschuldet nur vier Wochen Zeit für die Vorbereitung und haben das Turnier auch etwas kleiner gefahren als in den Vorjahren. Aber da wir ein eingespieltes und engagiertes Helfer-Team haben, hat alles sehr gut funktioniert, auch wenn uns möglicherweise bedingt durch die Ferienzeit die eine oder andere helfende Hand gefehlt hat.“

Leistung von Jan Andre Schulze Niehues ist nicht zu toppen

Im abschließenden S-Springen auf Ein-Sterne-Niveau war das Starterfeld quantitativ etwas gering, was auch mit der kurzen Vorlaufzeit des Turniers zusammenhing. Dafür stimmte aber die Qualität: Vier Paare, die alle im Normalumlauf ohne Strafpunkte blieben, bestritten die Siegerrunde.

Als erster Starter lieferte Reinhard Knappheide (RFV Ostbevern) mit seiner Stute Paula einen fehlerfreien Ritt in 36,37 Sekunden ab. Doch Jan Andre Schulze Niehues (RFV Warendorf) mit Coolinsky ML war mit seiner Nullrunde in 35,61 Sekunden einen Hauch schneller. Diese Leistung toppten Stefanie Bolte (ZRFV Versmold) mit Flipper Lady (0 Strafpunkte/37,15 Sek.) und Alexandra Lüth (RZFV Ennigerloh-Neubeckum) mit Navoca (4/37,52) nicht mehr.

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