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Handball: Landesliga

SG Sendenhorst fällt Chanchenwucher zum Opfer

Sendenhorst

Das sah gut aus. Auf den ersten Blick. Denn die SG Sendenhorst verbuchte bei der aktiven Heimpremiere eine Vielzahl von Chancen und Abschlüsse. Bei Hallenlicht betrachtet, blieb aber zu wenig Zählbares, um den ersten Auftritt in eigener Halle siegreich zu gestalten. Zudem gab es noch eine Hiobsbotschaft.

Von Uwe Niemeyer

Durch, aber noch lange nicht erfolgreich: Janis Westmeier (v.) und dei SG-Männer gingen fahrlässig mit den Chancen um. Foto: Marc Kreisel

Die Vorfreude war groß, die Enttäuschung nicht minder. Nach den zwei Zählern am grünen Tisch aus dem ersten Heimspiel wartet die SG Sendenhorst in der Handball-Landesliga weiter auf den ersten erspielten Erfolg. Denn mit 27:33 (11:18) ging auch die bewegte Heimpremiere gegen den TSV Hillentrup verloren. Was in erster Linie dem eigenen Unvermögen anzulasten war.

Zwölf Fehlversuche – am Spielende waren es 17 (!) – zu denen sich fünf technische Unzulänglichkeiten gesellten, machten die Gastgeber vor der Pause nicht konkurrenzfähig. Während im Angriff vorschnell und bisweilen überheblich – hier tat sich Egzon Demiri hervor – vergeben wurde, klingelte es im Gegenzug im SG-Kasten. Allein Torhüter Nils Küpper verhinderte mit sieben Paraden ein größeres Debakel als das zwischenzeitliche 3:11 (17.) oder 8:16 (25.) ab. Als er sich bei einem Abwehrversuch (39.) verletzte und mit Verdacht auf Bänderiss im rechten Knöchel ausschied, hatte sich am Resultat (14:20) nichts geändert.

Torhüter Küpper scheidet verletzt aus

„Ich möchte nicht einmal die Wurfauswahl in den Fokus setzen. Sicher waren drei oder vier dabei, die man nicht hätte nehmen müssen. Wir haben gerade von außen zu viele freie Bälle verschossen“, legte Trainer Thorsten Szymanski schon kritisch den Finger in die Wunde. Es war aber nicht die einzige. So wirkte auch Sebastian Specht am Kreis schlicht weg körperlich überfordert. Zudem liefen die Aktionen der Gäste runder und flüssiger. Wobei sich Szymanski mit der Deckung sogar einverstanden zeigte. Wirklich wirkungsvoll verteidigten die Hausherren aber erst Mitte der zweiten Halbzeit, als sie gleich zwei TSV-Akteure offensiv deckte. Zuvor agierte die Abwehr oft zu passiv.

SG-Trainer Thorsten Szymanski

„Die Deckung war in Ordnung. Es war im Vergleich zum Bielefeld-Spiel ein Schritt nach vorne“, schilderte der Coach seine Sichtweise, räume aber ein: „Es ist noch viel Arbeit und dauert seine Zeit.“ Auch für Thomas Steinhoff, Everswinkels Trainer, war das Ergebnis „wohl den nicht optimal möglichen Trainingswochen geschuldet.“ Der Tribünengast erwartet am Samstag mit einem Team die SG. Schlaflose Nächte wird ihm sein Besuch nicht bereiten.

Tore: Schertl (6), Hunkemöller (6/2), Behrens (3/1), Demiri (3), Schittek, Antoni, Westmeier (je 2), Specht, Smykalla, Feldmann (je 1)

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