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Handball-Bezirksliga: Kaderplanung bei der SG Sendenhorst

Thorsten Szymanski hat ein Ass im Ärmel

Sendenhorst

Thorsten Szymanski gibt sich geheimnisvoll. Viel ist dem sonst sehr offenen Trainer der SG Sendenhorst nicht zu entlocken. Immerhin aber so viel: „Ja, er spielt höherklassig. Sonst würde er uns ja nicht verstärken.“ Mehr verrät der Coach des Handball-Bezirksligisten nicht über einen potenziellen Neuzugang

Uwe Niemeyer

Gibt künftig nicht mehr den Ton In der Abwehr der SG Sendenhorst an: Christopher Cooper kehrt zu Westfalia Kinderhaus Foto: Ulrich Schaper

Noch nicht. Er möchte keine schlafenden Hunde wecken. Szymanski „schließt nichts aus“, bestätigt Gespräche. In einigen Tagen könnte es anders sein. Denn bis Anfang Juni zeichnet sich ab, ob aus dem geheimnisvollen Mister X ein namhafter Neuzugang wird. Voraussetzung ist, dass der auf dem SG-Wunschzettel geratene Akteur nicht drei- oder viermal pro Woche beruflich unterwegs sein wird. Es bleibt spannend.

Ansonsten läuft alles eher unaufgeregt. Der Kader der SG-Männer bleibt beinahe komplett zusammen. Lediglich Torwart Christopher Cooper wird den Verein verlassen und zu Westfalia Kinderhaus zurückkehren. Eine berufliche Veränderung verschlägt den Erzieher nach Münster und sportlich in der Domstadt gleichzeitig Richtung Norden.

Kein neuer Torhüter als Ersatz für Cooper

Einen neuen Torhüter sucht Syzmanski deshalb aber nicht. Er vertraut auf Philipp Frenz, der zur neuen Saison wieder mehr Aufwand betreiben möchte, und auf Simon Ritter. „Mit drei Torhütern ist es oft schwierig. Einer spielt nicht, sitzt auf der Tribüne, wo er auch keine Praxis sammeln kann. Es reicht doch schon, wenn oftmals nur einer überwiegend zum Einsatz kommt“, sagt der Trainer, der Härtefälle vermeiden möchte.

Kader schon weitestgehend beisammen

14 Akteure, darunter zwei Schlussmänner, werden den Kader 2021/22 bilden. Ungeachtet des möglichen Neuzugangs. „Das Gefüge ist gut“, versichert der Coach. Zwar kann es immer vorkommen, dass der eine oder andere Student im Team wegen eines Praxissemesters längere Phasen ausfällt, die Wechselwilligkeit hält sich aber in der Handballszene in Grenzen. „Entweder haben sich die Spieler an die Freizeit gewöhnt, oder aber sie fühlen sich ihren aktuellen Clubs verpflichtet“, verrät der SG-Trainer seine jüngsten Erfahrungen und Erkenntnisse vom Spielermarkt.

Schertl und Hunkemöller können wieder verstärkt eingreifen

Immerhin aber haben Jens Hunkemöller und Moritz Schertl ihr Studium abgeschlossen. Dabei ist Linkshänder Schertel so etwas wie ein gefühlter Neuzugang. Der Halbrechte, der nach seinem zweijährigen, studienbedingten Frankreich-Abstecher im vergangenen Sommer zur SG stieß, hat erst ein Spiel absolviert. „Er verspricht zusätzliche Qualität“, weiß auch Szymanski um den Zwei-Meter-Mann, der in Deutschland zuletzt für die Ahlener SG spielte.

Keine aktive Spielersuche beim Ex-Verein

Von dort wird es derweil keine Zugänge – beispielsweise aus der Zweiten – geben. „Wenn mich ein Spieler anruft, okay. Aber aktiv werde ich niemanden von der ASG ansprechen. Das ist mit dem Verein so abgesprochen. Ich möchte den guten Draht nach Ahlen nicht belasten“, legt Szymanski Wert auf gute Nachbarschaft zu seinem Ex-Verein.

Keine Bemühungen gab es in Sendenhorst in Richtung angebotener Aufstiegs- oder Pokalrunde. „Wir haben das im Mannschaftskreis offen diskutiert. Einigen war die Gefahr zu groß, sich anzustecken. Sie haben an ihren Job gedacht, den sie nicht gefährden wollten. Das verstehe ich. Allein zwei befinden sich noch in der Probezeit“, sagt Szymanski.

Szymanski sieht sich nicht als Vorturner in Videokonferenzen

Eher ruhig ist es bei den Sendenhorster Handballern auch in Bezug auf den virtuellen Austausch geblieben. Die Meetings halten sich in Grenzen. „Die Jungs sind schon engagiert und halten sich fit“, verrät der 41-Jährige, der im März um zwei Jahre verlängert hat: „Aber ich bin nicht der Typ, der vor der Kamera irgendwelche Übungen macht“, sagt der B-Lizenzinhaber grinsend. In dem Moment, wo Sport in der Gruppe und ohne Einschränkungen draußen wieder erlaubt ist, wird er den Startschuss geben. Zuvor würde Szymanski gerne das Geheimnis lüften und Mister X einen Namen geben.

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