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Fußball: Kreisliga

Titelfreude bei Vorwärts - und Verlängerungen in Serie

Ahlen

Irgendwie ist bei der DJK Vorwärts Ahlen schon wie Weihnachten. Denn die zweite Mannschaft bescherte sich, wenn man den vereinseigenen Aufzeichnungen glauben darf, nach 103 Jahren des Bestehens zum ersten Mal mit der Herbstmeisterschaft. Das war vor gut einer Woche und ist nicht mehr aktuell, da der Fußball-B-Ligist wieder abgelöst wurde. Aber vielleicht beschert sich die Zweite am Ende der Saison dann doch – mit dem Titel.

Von Uwe Gehrmann

Mentalitätsmonster: Die DJK Vorwärts II, hier mit Benjamin Türkoglu (l.) und Emre Kocak (vorn), haben im Spitzenspiel gegen die Ahlener SG mit Jonah Scheffler und Yannic Bertram (r.) noch einen 0:2-Rückstand zum 2:2 aufgeholt. Anschließend verlängerten nicht nut Foto: Toppmöller

Es war ein tiefes Graben in den Vereinarchiven, und man muss das Ergebnis einfach mal glauben. Dafür ist es zu schön, um es erfunden zu haben. „Erstmals in unserer 103-jährigen Geschichte, dass unsere Zweite Herbstmeister geworden ist“, präsentiert Benedikt Miketta, Abteilungsleiter der DJK Vorwärts, den staubigen Aktenfund. Zwar hat die Reserve der DJK den Platz letzten Sonntag nach einem 2:2 im Spitzenspiel bei der Ahlener SG gleich wieder an den jetzt punktgleichen SuS Enniger verloren, aber die Saison in der Kreisliga B ist noch lang genug, um seine Träume nicht zu begraben.

Läuft am Lindensportplatz. Auch das der Grund, warum man ganz schnell mit allen Senioren-Trainern um ein Jahr verlängert hat. Eddy Chart und sein Assistent, Sohnemann André, bleiben ebenso ein weiteres Jahr bei der ersten Garde, wie Christian Rogge bei der zweiten Mannschaft und Thorben Hylsky mit Florian Beyer bei der Dritten.

Gelebte Kontinuität

Kontinuität, die sich bewährt hat: „Alle Mannschaften sind enger zusammengerückt. Das war nicht immer so bei uns“, verrät Miketta auch, wem sie das zu verdanken haben: „Eddy und André Chart kannten das nur so aus ihren Vereinen.“

Weil jetzt eben jeder jedem hilft, ist allen geholfen, wenn Spieler von der A- bis zur C-Liga einspringen können oder sich regenerieren müssen. Ein Vorteil, der auch dem vereinshistorischem Herbstmeister in den Sattel half. „Die Jungs haben einfach vor der Saison gesagt, wir wollen angreifen“, wundert sich auch Miketta immer noch ein wenig. Weder war das mannschaftlich abzusehen, noch sportlich vorauszusagen. Letzte Saison landete man in der B-Liga nach einer miesen Hinserie weit hinter den Aufstiegsplätzen.

Jetzt hat man aber eine gesunde Mischung, die den Favoriten ASG, Enniger, Eternit und Neubeckum Feuer unter den kurzen Sporthosen macht. Marco Treichel ist als dritter Trainer eingestiegen, junge Spieler wie Lukas Bartsch oder Fabian Kirst erhalten Unterstützung von Routiniers wie Benjamin Türkoglu und Andreas Tulgay, die die Mannschaft führen können. Nach zwölf Spielen ohne Niederlage „stehen wir wohl nicht ganz umsonst da oben“, sagt Benedikt Miketta. „Nach vielen Jahren Mittelmaß ist die Lust auf den Sonntag wieder riesengroß.“

Abteilungsleiter Benedikt Miketta macht als Co-Trainer der Zweiten auch weiter

Wohl auch bei ihm selber, dem Co-Trainer der Zweiten. „Ich hab dann mal eben auch mit mir den Vertrag verlängert“, hat er gut lachen. Es muss ja einen Vorteil haben, wenn man gleichzeitig Abteilungsleiter ist.

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