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Handball: Oberliga

Trainer-Verwirrspiel beim SC DJK Everswinkel

Everswinkel

Das war schon kurios. Erst erfuhren die Betroffenen von einer Trennung zum Saisonende, während sich die Abteilungsführung weiterhin in Schweigen hüllte, dementierte. Mit der Personalie Goerl/Heinz direkt konfrontiert, legte der SC DJK Everswinkel seine Zurückhaltung ab. Und fand bemerkenswerte Worte.

Von Uwe Niemeyer

Haben das Dienstende in Everswinkel im Blick: Nach der Saison trennen sich die Wege von Manja Goerl (l.), Franziska Heinz und dem Handball-Oberligisten. Foto: Penno

Das halbe Dutzend ist voll. Mehr wird es aber nicht mehr. Denn am Saisonende und nach sechs erfolgreichen Jahren trennen sich die Wege des Frauen-Oberligisten SC DJK Everswinkel und des Trainergespanns Manja Goerl/Franziska Heinz. Das wurde dem Duo am vergangenen Sonntag mitgeteilt. Goerl/Heinz wiederum informierten am Dienstagabend die überraschte Mannschaft. Ein Nachfolger steht bereits mit Frank Martens fest und ist eine interne Lösung. Martens ist noch Coach der Zweiten, die die Landesliga anführt.

Auf den ersten Blick und nach der Zeit ein nicht unüblicher Schritt. Die Art und Weise aber produziert Misstöne oder Missverständnisse. „Stefan Bockhoff hat mir die Entscheidung überbracht. Sonst war niemand aus dem Vorstand zugegen“, berichtet Manja Goerl. Dabei wurde ihr auch vom Mannschaftsverantwortlichen, so ordnet ihn der Abteilungsvorsitzende Stefan König ein, eröffnet, dass es „keinen Grund gibt“. Lediglich „persönliche Befindlichkeiten“.

Erste Reaktion von Abteilungschef Stefan König

Derweil wählte der Verein zunächst noch die Defensive. „Vom Vorstand gibt es keinen Kommentar. Dazu sage ich nichts, kann es nicht bestätigen. Das kommt nicht vom Vorstand“, sagte Stefan König auf Anfrage. Im Laufe des Mittwoch legte er dann aber seine Zurückhaltung ab: „Wir kündigen ja nicht einen Vertrag, sondern wir verlängern ihn nur nicht. Wir sind sehr zufrieden mit der geleisteten Arbeit und möchten uns dafür bedanken. Aber die gemeinsame Reise ist nun vorbei.“ In der Führungsriege sei man zu dem Entschluss gekommen, dass die Mannschaft „neue Impulse benötige.“

Neue Sprachregelung: Die Mannschaft benötigt neue Impulse

Ungeachtet dessen hatten die beiden Trainerinnen auch Überlegungen angestellt. „Franziska und ich hatten uns auch schon Gedanken gemacht und hätten uns gerne mit den Verantwortlichen zusammengesetzt. Dieser Ablauf zeugte nun nicht von einer Wertschätzung“, macht Goerl aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. Vor zwei Monaten hatten sie um eben einen Austausch gebeten. Auch vor dem Hintergrund, dass der spielfreie Oktober Zeit dafür bot.

Trainergespann führte einige Talente an die erste Mannschaft heran

Apropos Zeit. Die haben die Trainerinnen durchaus genutzt und die im Kreis Warendorf (und Münster) in der höchsten Liga spielende Mannschaft kontinuierlich verjüngt. In den vergangenen drei Jahren wurden einige Talente aus der A-Jugend eingebaut. Beispielsweise Sarah Große-Schute, Celine Kluge und zuletzt Lea Westmeier und Elisa Hartinger oder Elisa Hartmann. Um allerdings dem Oberliga-Anspruch gerecht zu werden, sind externe Spielerinnen unverzichtbar.

Resignieren wollen sie und Heinz nicht. „Wir haben ein gutes Verhältnis zur Mannschaft. Das wollen wir auch im letzten halben Jahr genießen“, versichert Goerl.

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