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Fußball: Regionalliga West

Trendsetter oder Mitläufer?

Ahlen

The trend is your friend – oder etwa nicht!? RW Ahlen hat seit 2016 nicht mehr gegen den 1. FC Köln II gewonnen. Dafür indes das letzte Ligaspiel gegen Straelen. Quo vadis, RWA?

Voller Einsatz wird auch gegen die Reserve des 1. FC Köln am Sonntag im Heimspiel gefordert sein. Christian Skoda (links) will mit RWA auf jeden Fall punkten. Foto: Henning Wegener

Man muss ein bisschen aufpassen, welche Tendenz mehr Lebenswillen hat. Seit März 2016 hat RW Ahlen kein Spiel mehr gegen die Talentschmiede des 1. FC Köln gewonnen. Kam zuletzt sogar zweimal in Folge mit einem halben Dutzend Gegentoren richtig böse unter die Räder.

Der andere, der gegenläufige Trend muss allerdings erst noch beweisen, ob er überhaupt einer ist: War der letzte Sieg über den Ligaletzten SV Straelen nach fünf sieglosen Partien ein Neustart in eine strahlende Zukunft?

Der Mann mit der Maske meint: Ja. „Der Sieg war nicht leicht. Aber wir haben mit aller Macht um die Punkte gekämpft“, sagt Tobias Reithmeir, der nach seinem Jochbeinbruch auch am Sonntag (14 Uhr) wieder mit dem Carbonschutz auflaufen muss. „Ich denke, wir haben eine klare Reaktion gezeigt und einen Trend gesetzt.“

Den aber zu bestätigen wird nicht ganz so einfach: Mit Mike Pihl und Patrik Twardzik haben sich gleich zwei Abwehrspieler Corona eingefangen, der dritte, Mordecai Zuhs, ist noch gesperrt.

Zum Ahlener Glück gibt es noch Manager Joachim Krug. Der zum rechten Zeitpunkt noch den Defensiven Felix Schlüsselburg von RW Essen herbeigeschafft hat für die Ahlener Auswahl. Die Lücke, die Twardzik hinterlässt, scheint wie gemacht für eine Premiere des 21-Jährigen mit 30 Regionalliga-Einsätzen vor der Abwehrkette. Da nämlich, wo es zuletzt weder beim Zugriff noch bei der Spieleröffnung richtig rundgelaufen ist. So was kann man sich nämlich gegen die U23 vom Rhein nicht leisten.

Die Truppe von Trainer Mark Zimmermann hat zuletzt Wuppertal, Düsseldorf und Oberhausen geschlagen und ist ebenso heiß auf eine aufsteigende Tendenz wie der Gastgeber im Wersestadion. „Wenn die ins Rollen kommen, dann hält man die nur schwer auf“, glaubt auch Geschäftsführer Gero Stroemer, dass das Duell in der Abwehr entschieden wird.

Und das am so ungewohnten Sonntag. Den Freitag hatte die Polizei in Warendorf untersagt, den Samstag die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze in NRW, um ein Sicherheitsspiel zu vermeiden. Nun spielen die kleinen Kölner zeitgleich mit den großen, die am Sonntag in Bochum gastieren und ihre Fans wohl mitnehmen. Müssen die elf „kleinen Geißlein“ allein klarkommen mit dem bösen Wolf in Ahlen? Aber das ist eine Geschichte, die am Ende auch für den nicht gut ausging. So tendenziell.

Festgezurrt sind die Spieltage bis zum Jahresende. Im Nachbarschaftsderby erwartet RW den aktuellen Tabellenführer Preußen Münster am 19. November samstags um 14 Uhr. Freitags am 11. November, spielt Ahlen um 19.30 Uhr bei der Reserve von Fortuna Düsseldorf. Am 2., Dezember ist RWA freitags um 19.30 Uhr bei Fortuna Köln anberaumt. Ansonsten bleibt der Samstag um 14 Uhr der Regeltermin in der Regionalliga für das Team von Trainer Andreas Zimmermann – und natürlich alle anderen.

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