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Fußball: Kreisliga A

Trennung - Fortuna-Spieler sprechen sich gegen Trainer Tenbrink aus

Walstedde

Die erste Trainer-Trennung ist perfekt. Ab sofort gehen Michael Tenbrink und Fortuna Walstedde getrennte Wege. Dabei hatten die Spieler des A-Ligisten einen ungewöhnlich großen Einfluss.

Von Simon Beckmann

Michael Tenbrink bei einer Übungseinheit in Walstedde. Ein Bild, das seit Mittwoch Geschichte ist. Denn der Trainer und der A-Ligist haben sich getrennt. Foto: Beckmann

Eigentlich dachte Daniel Budde, dass nach dem spektakulären 7:4 (0:4)-Erfolg seiner Fortuna gegen die Ahlener SG Ruhe eingekehrt wäre. Doch damit lag der Sportliche Leiter weit daneben. Seit Mittwochabend gehen der Sportverein aus dem Lambertusdorf und Übungsleiter Michael Tenbrink getrennte Wege. Der Grund: Unüberbrückbare Differenzen, wie es Budde nennt. Was war passiert?

„Während der Pause im ASG-Spiel hat Michael den Jungs die Trainerfrage gestellt. In den letzten Tagen kamen dann einige Akteure zu mir, die so nicht mehr weitermachen wollten“, berichtet der Sportliche Leiter. „Sie haben mir gesagt, dass sie unter Michael keinen Spaß und keine Motivation mehr hätten und die Fußballschuhe an den Nagel hängen wollen“, schiebt er hinterher. Daraufhin habe Budde das Gespräch mit dem Coach gesucht. Das Ergebnis: An der Seitenlinie der Fortunen wird zukünftig nicht mehr Michael Tenbrink stehen.

Michael Tenbrink nach der Trennung

„Ich hatte damit schon fast gerechnet“, gesteht der Ahlener auf Nachfrage im Hinblick auf die vergangenen zwei Monate, in denen unter mangelhafter Beteiligung kaum vernünftig trainiert werden konnte. Hinzu sei die Niederlagenserie gekommen. „Ich habe mich und meine Trainings- sowie Führungsmethoden natürlich auch hinterfragt und der Mannschaft immer wieder angeboten, Gespräche mit mir zu suchen“, erzählt Tenbrink. Doch das sei nicht passiert. Die Halbzeitansprache gegen die Ahlener SG sei als Motivationspatrone und Weckruf gedacht gewesen. „Die Jungs sollten sich selbst mal hinterfragen, aber damit war das Team wohl mental überfordert“, kann er den Trennungsgrund nicht so richtig nachvollziehen. Doch mittlerweile sei der Ahlener, der im Februar 2020 als Nachfolger von Eddy Chart vorgestellt wurde, froh über das „Aus“. „Wenn nichts von der Mannschaft kommt, kannst du als Trainer nicht viel machen – und wenn die Erfolge ausbleiben, wird sofort auf den Coach geschaut“, sagt er. „So spare ich mir jetzt wenigstens Zeit und Nerven.“

Oliver Koch übernimmt zunächst

Wer der neue Verantwortliche an der Seitenlinie der Fortunen wird, ist noch offen. Das Training am Freitag und die Begegnung bei SuS Enniger am kommenden Sonntag wird der bisherige Co-Trainer Oliver Koch übernehmen. „Er hat sich aber auch Bedenkzeit erbeten. Wir werden mal schauen, wie es weitergeht“, bemerkt Budde.

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