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Triathlon: Veranstaltung in Oelde abgesagt

Tri-Stars ziehen erneut die Reißleine

Kreis Warendorf/O...

Das werden die Teilnehmer aus dem Kreis nicht gerne hören. DieTri-Stars des LV Oelde haben auch die 2021er-Ausgabe des Oelder Triathlons abgesagt. Wie schon im vergangenen Jahr machte die Corona-Pandemie den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Eine deutliche abgespeckte Version ohne das übliche Flair wollten diese nicht organisieren.

Henning Hoheisel

Daraus wird auch in diesem Jahr nichts: Der Oelder Triathlon fällt aufgrund der Pandemie abermals ins Wasser. Foto: Schalkamp

So klingt Resignation: „Wir können eigentlich den Artikel aus dem letzten Jahr nehmen und ein anderes Datum drüber setzen“, seufzt Sebastian Baxheinrich, Abteilungsleiter der Tri-Stars des LV Oelde. Der Grund: Wie bereits 2020 wurde der Oelder Triathlon, der eigentlich am Samstag, 29. Mai, ausgerichtet werden sollte, erneut abgesagt.

Konzepte landen wieder in der Schublade

Damit ziehen die Macher aus den Reihen der Tri-Stars die Notbremse und beenden somit auch eine zermürbende Phase des Planens, Hoffens und Bangens. „Wir hatten uns verschiedene Konzepte überlegt, wie es eventuell klappen könnte“, sagt Baxheinrich. Eine Idee war etwa, aus dem Triathlon einen Duathlon zu machen, also das Schwimmen wegzulassen, um somit die Veranstaltung zu retten. „Am Ende des Tages haben wir uns aber dagegen entschieden. Denn eine Sache wollten wir nicht: Dass das Flair, das den Oelder Triathlon über Jahre ausgemacht hat, durch eine abgespeckte Version verloren geht“, erklärt Baxheinrich.

Verlegung in den Spätsommer wurde diskutiert

Am vergangenen Donnerstag gab es noch einmal eine interne Videokonferenz sowie Gespräche mit der Stadt und dem Verband. Dann herrschte Gewissheit: Der Oelder Triathlon wird auch 2021 ersatzlos gestrichen. Eine Verlegung etwa in den Spätsommer stand zwar kurz zur Diskussion, wurde dann aber verworfen.

Zumal Stand jetzt ja auch nicht absehbar ist, ob und wie ein Triathlon in ein paar Monaten ausgerichtet werden könnte. Und auf allzu viele Kompromisse hatten die Macher keine Lust. „Nur Einzelstarts, keine Begrüßung, keine Massage, keine Zielverpflegung – das ist schwierig“, betont Baxheinrich. „Wir machen das Ganze ja auch, weil wir als Organisatoren in 500 bis 600 lachende Gesichter sehen. Wenn der Spaß auf der Strecke bleibt, macht es auch uns keinen Spaß.“

Sicherheitsbedenken wegen der Corona-Pandemie

Dazu kommen, und das ist fast noch bedeutsamer, Sicherheitsbedenken. „Wir können es den ehrenamtlichen Helfern und den Startern nicht zumuten, wenn wir die Gesundheit nicht zu 100 Prozent gewährleisten können“, so Baxheinrich. Also zogen die Tri-Stars erneut die Reißleine und legten ihre Pläne zurück in die Schublade. Ein trauriger Schritt, der aber nicht unerwartet kam. Also antwortet auch Baxheinrich auf die Frage nach seinem Gemütszustand: „Mich frustet vielmehr, dass kein Training möglich ist. Ich habe unsere Mitglieder seit Ewigkeiten nicht gesehen. Das Gemeinschaftsgefühl fehlt.“

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