Fußball: Kreisliga A

Turbulenter Sommer: Aramäer Ahlen vor Umbruch und Rückzug in die B-Liga

Ahlen

Aramäer Ahlen stehen turbulente Wochen bevor. Der Verein befindet sich in einem radikalen Umbruch. Bis zu 15 Spieler verlassen den Club, ebenso der Trainer. Ein neuer Coach ist schon gefunden. Dennoch steht die Mannschaft vor einem freiwilligen Rückzug in die Kreisliga B. Wieso?

Heinz Schroth, bislang Assistent von Christian Maschinski, übernimmt Aramäer Ahlen als Cheftrainer – vermutlich als B-Ligist. Darüber stimmt die Mannschaft zeitnah noch ab. Foto: Simon Beckmann

In den letzten Jahren hat Aramäer Ahlen fast ausschließlich auf seine eigenen Routiniers gesetzt und damit um den Klassenerhalt in der Kreisliga A Beckum gekämpft. Doch das wird sich bald ändern. Denn der Verein steht nun vor einem großen Umbruch. Zehn bis 15 vornehmlich ältere Spieler verlassen den Club und hinterlassen eine Lücke, die nun der Nachwuchs füllen soll.

Abstimmung bei Mannschaftssitzung

Deshalb steht der Verein auch vor einem Rückzug in die Kreisliga B. Am 19. Juni soll darüber auf einer Mannschaftssitzung abgestimmt werden. Das Ergebnis, der freiwillige Rückzug in die B-Liga, kennt er aber schon aus vielen Vorgesprächen. „Das ist zu 99 Prozent sicher“, sagt Ilyas Celik. „Die Akteure, die jetzt zu den Alten Herren der Ahlener SG wechseln werden, sind vor sieben Jahren geschlossen von der ASG-Reserve zu uns gekommen“, blickt der Vorsitzende zurück.

„Sie wollten zusammenbleiben, weil sie seit den Minis zusammen kicken“, sagt er. Für neue Spieler sei es aber nicht gerade einfach gewesen, sich in diese geschlossene Konstellation zu integrieren. „Wir konnten den Kader so kaum verjüngen“, bemerkt Celik und pocht darauf, dass es mit einem Altersschnitt von 33 Jahren innerhalb der Truppe nun vorbei sei.

Schroth wird neuer Cheftrainer

„Wir setzen jetzt vornehmlich auf jüngere Spieler“, erzählt er. Hinzu komme der eine oder andere erfahrenere Akteur, um das Team zu komplettieren. Abgeschlossen ist die Kaderplanung noch lange nicht. Schließlich kann Celik erst zwölf bis 13 Zusagen verbuchen. „Wir suchen deswegen noch händeringend nach charakterstarken neuen Spielern, die sich bei Interesse gerne bei mir unter 0152/54001623 melden können“, so der Vorsitzende. Als neuer Cheftrainer wird Heinz Schroth die zusammengewürfelte Truppe übernehmen. Der 64-jährige Hammer, der seit 2019 im Verein ist, war bislang als Co-Trainer eingesetzt und wird jetzt der Nachfolger von Christian Maschinski, der erst einmal eine Pause einlegen wird. „Für uns gab es nur Heinz als Lösung für den Posten als Übungsleiter. Er kennt den Verein und die Strukturen und kommt mit den Jungs gut klar“, erklärt Celik die Entscheidung. Schroth selbst freut sich auf die neue Aufgabe.

Er sei jetzt seit zwei Jahren da, obwohl sich diese Zeit nicht wie zwei Jahre anfühlen würden. „Es wurde ja kaum Fußball gespielt“, verweist er auf die Corona-Spielzeiten. Auch in Sachen Mannschaftszusammenstellung erachtet der 64-Jährige eine gute Mischung aus jungen und älteren Spielern als sinnvoll. „Die Älteren geben die Kommandos und die Jüngeren kommen an die lange Leine, um zu wirbeln, zu zaubern und um sich entfalten zu können“, hat er eine klare Vorstellung.

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